In einer Kirche an der Küste von Malibu nehmen Familie und Freunde am Samstag Abschied von Hayden Panettiere (36) – doch ausgerechnet ihre Mutter soll nicht dabei sein. Lesley Vogel (70) steht nach übereinstimmenden Medienberichten ebenso wenig auf der Gästeliste wie Ex-Freund Brian Hickerson (37) und dessen Bruder Zach.
Die „Celebration of Life“ beginnt am Samstag, 19. September 2026. Laut dem Bericht von TMZ über die geplante Gedenkfeier werden rund 150 Gäste erwartet: Familienmitglieder, enge Freunde, frühere Kollegen und einige Hollywood-Größen.
Erwartet wird Haydens Vater Alan „Skip“ Panettiere. Offen ist dagegen, ob Ex-Partner Wladimir Klitschko anreist, mit dem Panettiere die gemeinsame Tochter Kaya hat – Klitschkos Abschied von Panettiere fiel zwei Tage nach ihrem Tod emotional aus. Eine Anfrage zur Gästeliste ließ Panettieres Sprecherin zunächst unbeantwortet.
Der Bruch zwischen Mutter und Tochter
Das Verhältnis zwischen Hayden Panettiere und ihrer Mutter war zuletzt zerrüttet. Die Eltern des Stars hatten sich 2008 getrennt und wurden 2016 offiziell geschieden. Nach dem Tod ihrer Tochter sprach Vogel öffentlich über die Entfremdung – und über den Mann, den sie mitverantwortlich macht.
Ihre Sicht auf die vergangenen Jahre hat Vogel öffentlich gemacht. Gegenüber dem US-Sender NBC News sagte sie über Brian Hickerson:
„Diese Person in ihrem Leben, die wir schon seit geraumer Zeit loswerden wollten, war bei ihrem Tod bei ihr – und das war Brian Hickerson.“
Wie es zum endgültigen Kontaktabbruch kam, schilderte sie dem Sender ABC News. Vogel habe etwa sechs Wochen bei ihrer Tochter gelebt, als diese Hickerson verlassen wollte. Als Panettiere ihr mitteilte, sie wolle bei Hickerson bleiben, stellte die Mutter ein Ultimatum – sie könne nicht in Panettieres Leben bleiben, solange Hickerson Teil davon sei. Erwartet habe sie, dass die Pause nur ein „Zeitfenster“ sein würde, nicht dauerhaft.
Warum die Mutter bei der Gedenkfeier fehlt, bleibt offen – das hält der Bericht von 20 Minuten zur Trauerfeier ausdrücklich fest. Eine Ausladung oder ein freiwilliger Verzicht ist offiziell nicht bestätigt; die Berichte verweisen lediglich auf ein schwieriges Verhältnis in den letzten Lebensjahren.
Hickerson bleibt ausgeschlossen
Auch Brian Hickerson und sein Bruder Zach Hickerson sollen keine Einladung erhalten haben. Die beiden hatten nach Panettieres Tod versucht, die Schauspielerin wiederzubeleben – Brian soll ihr mit dem Antidot Narcan zu helfen versucht haben, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
Die Entscheidung wollen die Brüder laut TMZ akzeptieren. Personen aus ihrem Umfeld erklärten, beide hätten Verständnis dafür, dass es sich für die Familie um eine sensible Situation handle, und hofften auf eine würdige Feier. Zugleich ist unabhängig bestätigt, dass Hickerson seit dem Tod seiner Ex-Partnerin rund 18 Kilogramm verloren hat und schwer in seinen Alltag zurückfindet.
Wenige Tage vor der Trauerfeier antwortete Hickerson einem Fotografen an einer Tankstelle auf die Frage, wie es ihm gehe. Seine Antwort war kurz – und sie zeigt, wie sehr ihn der Tod mitnimmt.
„Was glaubst du, wie es mir geht?“
Eine Beziehung mit Vorgeschichte
Die Ablehnung hat eine Vorgeschichte. Zwischen 2018 und ihrem Tod führten Panettiere und Hickerson eine On-Off-Beziehung. 2021 legte Hickerson in zwei Anklagepunkten wegen Körperverletzung an einer Partnerin ein „no contest“-Geständnis ab.
In ihrer im Mai 2026 erschienenen Memoire „This Is Me: A Reckoning“ beschreibt Panettiere die Gewalt in der Beziehung. Vor ihrem Tod hatte sie sich laut Page Six wieder mit Hickerson getroffen und das vielen ihrer Freunde verschwiegen.
Wie die Familie Abschied nehmen will
Die Wahl des Ortes ist bewusst getroffen: Hayden Panettiere liebte das Meer, die Wale und die Küste. Die Familie entschied sich deshalb für eine Kirche an der Küste von Malibu.
Panettiere war seit 2007 internationale Botschafterin für Kampagnen wie „Save the Whales Again!“. Sie sprach vor internationalen Abgeordneten und Regierungsvertretern über den Schutz maritimer Lebensräume und drehte nur wenige Wochen vor ihrem Tod noch eine Videokampagne für die Tierschutzorganisation PETA.
Nach Angaben von TMZ-Quellen soll die Feier im intimen Rahmen Haydens Vermächtnis feiern und nicht die Schwierigkeiten in den Mittelpunkt stellen, die sie durchlebte.
Der Tod am 16. August und offene Fragen
Panettiere war am 16. August 2026 im Alter von 36 Jahren in Greenville (South Carolina) leblos aufgefunden worden. Die Polizei erhielt einen Notruf wegen einer nicht ansprechbaren Person; Rettungs- und Feuerwehrkräfte leisteten Wiederbelebungsmaßnahmen. Um 14:31 Uhr Ortszeit wurde sie für tot erklärt.
Von der Trennung der Eltern bis zur Gedenkfeier in Malibu
- 2008Haydens Eltern trennen sich
Lesley Vogel und Skip Panettiere gehen getrennte Wege.
- 2016Die Scheidung ist vollzogen
Die Trennung der Eltern wird offiziell abgeschlossen.
- 2018Beginn der On-Off-Beziehung
Hayden Panettiere und Brian Hickerson kommen zusammen.
- 2021Hickerson legt ein Geständnis ab
Er bekennt sich in zwei Anklagepunkten wegen Körperverletzung an einer Partnerin schuldig („no contest“).
- Mai 2026Die Memoire erscheint
In „This Is Me: A Reckoning“ beschreibt Panettiere die Gewalt in der Beziehung.
- 16. August 2026Panettiere wird tot aufgefunden
In Greenville (South Carolina) wird sie leblos gefunden und um 14:31 Uhr für tot erklärt.
- 19. September 2026Gedenkfeier in Malibu
In einer Kirche an der Küste sollen rund 150 Gäste Abschied nehmen – ohne ihre Mutter.
Die offizielle Todesursache ist bis heute nicht bestätigt. Eine Autopsie ergab keine Hinweise auf Verletzungen, die zu ihrem Tod beigetragen hätten; die toxikologischen Ergebnisse stehen laut den Ermittlungsbehörden weiter aus. Ermittler vermuten Fentanyl in einer Oxycodon-Pille vom Schwarzmarkt – offiziell bestätigt ist diese Theorie nicht.
Die US-Drogenbehörde DEA beteiligt sich an den Ermittlungen und durchsuchte Panettieres Haus in Los Angeles. Im Fokus steht laut Page Six ein Drogenhändler in Los Angeles, mit dem die Schauspielerin über Jahre Nachrichten ausgetauscht haben soll.
Panettieres Sprecherin Kasey Kitchen erklärte, der Fall sei komplex, die Ermittlungen liefen, und man müsse sich vor Berichten aus anonymen Quellen hüten: „Die Antworten, die wir alle suchen, werden kommen.“ Offen bleibt damit vor allem, wann die toxikologischen Ergebnisse Klarheit über die Todesursache bringen.
