152 Gefährder in Deutschland – Syrer stellen die größte Gruppe
Bild: KI-generiert
Innere Sicherheit

152 Gefährder in Deutschland – Syrer stellen die größte Gruppe

Die Bundesregierung hat aufgeschlüsselt, aus welchen Ländern die 152 erfassten Gefährder mit ausländischem Pass stammen – 60 von ihnen haben zwei Staatsbürgerschaften. Der AfD-Abgeordnete Martin Hess, der die Zahlen erfragt hat, spricht von „politischem Totalversagen“.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

152 Gefährder aus dem Phänomenbereich „religiöse Ideologie“ mit mindestens einer ausländischen Staatsangehörigkeit leben in Deutschland, 60 von ihnen besitzen zwei oder mehr Pässe. Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess, Stichtag ist der 1. September 2026. Hess nennt die Lage „politisches Totalversagen“.

Erfasst sind ausschließlich Gefährder mit mindestens einer fremden Staatsangehörigkeit. Die Gesamtzahl aller in diesem Phänomenbereich registrierten Gefährder liegt deutlich höher: In früheren Antworten der Bundesregierung war von 446 Personen zum Stichtag 1. Januar 2026 die Rede. Die 152 Personen bilden also nur die Teilgruppe mit ausländischem Pass ab.

Öffentlich belegt sind die Angaben bislang allein über den Bericht der Jungen Freiheit zu den Herkunftsländern der Gefährder; die zugehörige Bundestagsdrucksache war nicht aufzufinden. Hess hatte gezielt nach Herkunftsländern und Doppelstaatlern gefragt.

Syrer stellen die größte Gruppe

45 Gefährder besitzen ausschließlich die syrische Staatsangehörigkeit, vier weitere sind Deutsche und Syrer zugleich. Je eine Person hat einen syrischen und einen türkischen sowie einen syrischen und einen irakischen Pass. Aus dem Irak stammen zehn Gefährder mit ausschließlich irakischer Staatsangehörigkeit und zwei mit deutschem und irakischem Pass.

Sechs Gefährder sind ausschließlich afghanische Staatsangehörige, drei weitere haben die deutsche und die afghanische Staatsbürgerschaft. Der Iran ist mit zwei Gefährdern vertreten, einer davon zusätzlich Deutscher. Aus Tunesien stammen zwei Gefährder sowie zwei Personen mit deutschem und tunesischem Pass.

Gefährder aus „religiöser Ideologie“ nach ausschließlicher Staatsangehörigkeit

Nur Personen, die ausschließlich die jeweilige ausländische Staatsangehörigkeit besitzen

Quelle: Antwort der Bundesregierung, Stichtag 1. September 2026

Hess nennt die Zahlen ein Totalversagen

Hess sieht darin den Beleg für einen Staat, der die Kontrolle über die von ihm selbst erfassten Extremisten verloren hat. Der Abgeordnete sagte der Jungen Freiheit: „Diese Extremisten sind nicht irgendwo. Sie halten sich in Deutschland auf. Sie leben unter uns. Die Frage lautet nicht, ob sie zuschlagen – sondern wann.“

„Wer vor Assad geflohen ist, hätte nach dessen Ende längst nach Syrien zurückkehren müssen. Erst recht gilt das für Straftäter und für Gefährder, von denen die Behörden ausgehen, dass sie früher oder später Anschläge verüben. Dass sie weiter hier sind, ist kein Versehen. Es ist politisches Totalversagen.“
Martin Hess, AfD-Bundestagsabgeordneter

Am 25. September bekräftigte Hess seine Bewertung: Der Islamismus sei „und bleibt die zentrale Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands“. Bei einem Gefährder dürfe der Staat „nicht warten, bis es wieder Verletzte oder Tote gibt“. Den Altparteien warf er vor, ihrer Schutzpflicht nicht nachzukommen, solange sie ausländische Gefährder und Straftäter dulden.

Rückkehr nach Syrien und der Streit um den Schutzstatus

Hess fordert, wer vor Assad geflohen sei, hätte nach dessen Ende längst nach Syrien zurückkehren müssen – erst recht jene, denen die Behörden Anschläge zutrauen. In dieselbe Richtung zielt Dobrindts Plan zum Schutzstatus von Syrern. Schon im August hatte Söders Vorstoß zum Entzug der Staatsbürgerschaft bei Gefährdern mit Doppelpass für Streit gesorgt.

Umfrage
Lädt

Offen ist, ob die Bundesregierung die Zahlen selbst veröffentlicht und ob sie Konsequenzen aus der Aufstellung zieht. Hess verlangt, Gefährder und Straftäter außer Landes zu bringen; wie viele der 152 Personen tatsächlich ausreisepflichtig sind, geht aus der Antwort nicht hervor.