Tanker in der Straße von Hormus getroffen – niemand bekennt sich
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Straße von Hormus

Tanker in der Straße von Hormus getroffen – niemand bekennt sich

Zwei Tanker wurden in der Straße von Hormus getroffen. Wer für die Vorfälle verantwortlich ist, bleibt unklar; niemand hat sich dazu bekannt.

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Am 1. Oktober ist in der Straße von Hormus ein Tanker von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus, die Besatzung blieb nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO unverletzt. Die Behörde meldete den Treffer um 17:50 UTC, wie aus der UKMTO-Übersicht zum Schiffsverkehr in der Meerenge hervorgeht.

Am Freitagabend kam ein zweiter Vorfall hinzu. Der Kapitän eines Tankers meldete beim Auslaufen aus der Meerenge einen Treffer, an Bord entstand ein kleiner Brand, zudem fiel der Strom aus. Das Feuer wurde gelöscht, das Schiff setzte seine Fahrt fort.

Zu beiden Vorfällen hat bislang niemand die Verantwortung übernommen. Nach Angaben der UKMTO sind das Ausmaß des Schadens, mögliche Umweltschäden und die Herkunft des Geschosses nicht geklärt. Name, Flagge und Ladung des getroffenen Tankers sind weiterhin unbekannt.

Seit Februar ist die Meerenge fast dicht

Der Konflikt reicht bis in den Februar zurück. Am 28. Februar begann der Irankrieg mit US-israelischen Luftangriffen auf Iran, seither ist die Straße von Hormus nahezu geschlossen. Am 2. März sperrte Teheran die Meerenge für den internationalen Schiffsverkehr.

Am 17. Juni unterzeichneten die USA und Iran das Islamabad Memorandum of Understanding und verlängerten die seit dem 8. April geltende Waffenruhe um 60 Tage. Iran sagte die Wiederöffnung der Meerenge zu. Am 8. Juli erklärte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe für beendet.

Ende September kehrten die Angriffe zurück. Zwischen dem 27. und 29. September wurden erneut mehrere Tanker im Umfeld der Meerenge getroffen, darunter die Mersin Prosperity und die Sinbad.

Die Straße von Hormus seit Februar 2026

  1. 28. Februar 2026
    Beginn des Irankriegs

    US-israelische Luftangriffe auf Iran; seither ist die Straße von Hormus nahezu geschlossen.

  2. 2. März 2026
    Iran sperrt die Meerenge

    Teheran schließt die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr.

  3. 17. Juni 2026
    Islamabad Memorandum of Understanding

    USA und Iran verlängern die seit dem 8. April geltende Waffenruhe um 60 Tage; Iran sagt die Wiederöffnung der Meerenge zu.

  4. 8. Juli 2026
    Trump beendet die Waffenruhe

    US-Präsident Donald Trump erklärt die Waffenruhe für beendet.

  5. 27.–29. September 2026
    Erneut Treffer auf Tanker

    Mehrere Tanker werden im Umfeld der Meerenge getroffen, darunter die Mersin Prosperity und die Sinbad.

  6. 30. September 2026
    Iranische Behörde meldet drei Treffer

    Die Persian Gulf Strait Authority nennt die VAE-gecharterten Schiffe Al Ruwais, Sinbad und Mersin Prosperity.

  7. 1.–2. Oktober 2026
    UKMTO meldet Geschosstreffer

    Am 1. Oktober wird ein Tanker getroffen, am Freitagabend meldet ein Kapitän einen zweiten Treffer mit kleinem Brand und Stromausfall.

Trump nennt Irans Angebot nicht ausreichend

Zeitgleich veröffentlichte das Magazin Time am 1. Oktober ein Interview mit Trump. Darin lehnte er Irans Angebot zur Wiederöffnung der Meerenge als schlicht nicht ausreichend ab, wie aus der Berichterstattung über Trumps Ablehnung des Hormus-Angebots hervorgeht.

Trump sagte, er akzeptiere nichts, was er vor einem Jahr nicht gebilligt hätte. Neue Bombardements nach den US-Zwischenwahlen am 3. November schloss er nicht aus. Gefragt, ob er wieder bombardieren lasse, sagte er: „Es ist möglich.“

Irans Präsident Massud Peseschkian hielt dagegen: Teheran verteidige sich, bleibe aber dialogbereit. Den USA warf er vor, mit der Seeblockade die Vereinbarung zu brechen. Iran sucht nach eigenen Angaben Landrouten über Pakistan, Irak, Turkmenistan und Aserbaidschan.

„Die USA sollten sich die Idee aus dem Kopf schlagen, uns mit Terror und Märtyrertum in die Knie zwingen zu können.“
Massud Peseschkian, Präsident des Iran

Drei VAE-Tanker auf der schwarzen Liste

Die iranische Persian Gulf Strait Authority erklärte am 30. September, in den Tagen zuvor seien mehrere Tanker getroffen worden, darunter drei von den Vereinigten Arabischen Emiraten gecharterte Schiffe: Al Ruwais, Sinbad und Mersin Prosperity. Die Schiffe stünden auf einer Liste nicht konformer Reedereien.

Womit die Schiffe getroffen wurden, ist umstritten. Iran hatte in den Wochen zuvor mehrfach Minentreffer gemeldet, zuletzt Irans Meldung zum Minentreffer auf die El Gaia, der die USA widersprachen. Schon Anfang September meldeten die Revolutionsgarden zwei auf Minen gelaufene Tanker und die Drohung Teherans an die Reedereien.

USA sanktionieren Irans Auto- und Bahnsektor

Die USA verlegten drei Trägerverbände in die Region und verhängten Sanktionen gegen den iranischen Auto- und Bahnsektor. Finanzminister Scott Bessent sagte, die Maßnahmen zielten direkt auf Irans Unterstützer und legten die Grundlage dafür, dem Regime seine Einnahmen ein für alle Mal zu entziehen.

Am 2. Oktober notierte die Nordseesorte Brent bei 101,76 US-Dollar.

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Offen ist, wer die Schüsse auf die Tanker abgibt – und ob Washington nach dem 3. November wieder bombardiert. Iran erklärt, nicht auf den Dialog verzichten zu wollen, und hält die US-Seeblockade für einen Bruch der Vereinbarung. Trump hat einen Termin für neue Angriffe offengelassen.