Mattarella warnt in Monaco vor neuen Dynamiken der Beherrschung
Bild: KI-generiert
Staatsbankett

Mattarella warnt in Monaco vor neuen Dynamiken der Beherrschung

Erstmals empfängt Monaco ein italienisches Staatsoberhaupt: Sergio Mattarella nutzt das Staatsbankett im Thronsaal für eine Warnung vor neuen Beherrschungsdynamiken. Für die Bilder sorgt Fürstin Charlène – mit einer Elie-Saab-Robe für 16.750 Dollar, Graff-Ohrringen und bewusst ohne Halskette.

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Erstmals hat ein italienischer Staatspräsident Monaco einen Staatsbesuch abgestattet, wie Monaco Life über den ersten italienischen Staatsbesuch festhält. Sergio Mattarella nutzte den Abend im Thronsaal des Fürstenpalastes am Freitag für eine Warnung: In der Welt kehrten Beherrschungsdynamiken zurück, die man für Vergangenheit gehalten habe.

„In einer sich ständig verändernden Welt, geprägt von schweren Krisen und vom Wiederaufleben von Beherrschungsdynamiken, die wir für Vergangenheit hielten, sind das Fürstentum und seine internationalen Beziehungen ein tugendhaftes Beispiel.“
Sergio Mattarella, Staatspräsident der Italienischen Republik

Der Satz fällt in ein Fürstentum, in dem Italien tief verankert ist. Albert II. rechnete beim Bankett nach: Die italienische Gemeinde stelle heute ein Fünftel der Bevölkerung Monacos. „Manche entscheiden sich sogar, in Monaco zu leben“, sagte der Fürst. Dieser erste Besuch hole wett, „was gefehlt hat“ – Mattarella hatte zuvor von „Jahrhunderten gemeinsamer Geschichte“ gesprochen.

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Für die Bilder des Abends sorgte Fürstin Charlène (48). Sie trug eine bodenlange, asymmetrische Robe des libanesischen Designers Elie Saab aus Seidengeorgette und Spitze mit Perlenstickerei: Die rechte Schulter blieb frei, auf der linken Seite fiel ein Cape-Ärmel bis zum Boden. Die Robe kostete 16.750 Dollar, wie der Bericht von t-online über das Staatsbankett-Kleid zeigt.

Ohne Halskette, mit Dutt

Dazu kombinierte Charlène lange Diamantohrringe des Londoner Juweliers Graff, Modell „Gypsy“ aus Weißgold und Platin, und verzichtete bewusst auf eine Halskette. Die Haare trug sie zu einem Dutt. So blieb die freie Schulter der Blickfang der Robe. Es ist nicht ihr erster Dresscode-Bruch: Beim Staatsbegräbnis für Harald im September war sie in einem Hosenanzug erschienen.

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Nude, Champagner oder Altrosa

Selbst über die Farbe der Robe herrscht Uneinigkeit: promiflash und BUNTE beschreiben sie als nudefarben, die französische Royals-Seite histoiresroyales als champagnerfarben – Elie Saab selbst nennt den Ton dort einen „warmen Sandton“. Die britische HELLO! sieht dagegen ein zartes Rosa (blush pink). Einigkeit besteht nur über den Preis.

Orden im Salon des Glaces

Der Fürstenpalast hatte das Programm am 28. September veröffentlicht. Der Besuch begann am Mittag im Ehrenhof: militärische Ehren unter Colonel Tony Varo, Begrüßung durch Albert II., Charlène sowie die Zwillinge Jacques und Gabriella. Charlène trug zur Ankunft noch einen weißen Hosenanzug, Gabriella erschien im Partnerlook.

Am Nachmittag folgte der protokollarische Kern. Albert II. und Mattarella sprachen in einer privaten Audienz im Salon de Famille, Charlène und Laura Mattarella in der Salle des Gardes. Im Salon des Glaces erhob Albert den italienischen Präsidenten zum Großkreuz des Ordens des Heiligen Karl, Laura Mattarella zum Großkreuz des Grimaldi-Ordens. Mattarella zeichnete Charlène mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik aus.

Vor dem Bankett stand ein Konzert der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli in der Opéra de Monte-Carlo auf dem Programm: mit Albert, Charlène, den Mattarellas und Prinzessin Caroline von Hannover. Sie saß beim anschließenden Dinner neben Mattarella; im Juli war sie beim 77. Rot-Kreuz-Ball ohne Ernst August allein erschienen.

Was am zweiten Tag folgt

Am Samstag trifft Mattarella rund 100 italienische Residenten im Hôtel Hermitage, anschließend besucht er mit Albert II. das Ozeanographische Museum. Offen bleibt, ob auf den ersten italienischen Staatsbesuch in Monaco weitere folgen – und ob Mattarellas Warnung vor neuen Beherrschungsdynamiken in Europa Gehör findet.