Bombendrohung am Flughafen Stuttgart legt 29 Flüge lahm
Bild: KI-generiert
Luftsicherheit

Bombendrohung am Flughafen Stuttgart legt 29 Flüge lahm

Ein 24-Jähriger behauptet im Sicherheitsbereich, eine Bombe im Gepäck zu haben. Die Bundespolizei stoppt den Flugbetrieb, räumt die Abflughalle – neun Flüge fallen aus, neun werden umgeleitet, knapp 3.000 Menschen sind betroffen. Seinen Flug nach Hurghada verpasst der Mann, gegen ihn läuft ein Strafverfahren.

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Ein einzelner Satz hat am Montag den Flugbetrieb am Flughafen Stuttgart für rund eineinhalb Stunden lahmgelegt. Ein 24 Jahre alter Deutscher behauptete im Sicherheitsbereich gegenüber einer Flughafenmitarbeiterin, er habe eine Bombe in seinem Reisegepäck – sein Ziel war Hurghada in Ägypten. Die Bundespolizei stellte den Flugverkehr ein und räumte den gesamten Sicherheitsbereich.

Der Stopp traf 29 An- und Abflüge und nach Angaben einer Flughafensprecherin knapp 3.000 Menschen. Bis zum Abend dauerte es, bis sich der Betrieb am Flughafen wieder normalisiert hatte.

Der Satz im Sicherheitsbereich

Der 24-Jährige hielt sich am Montagnachmittag im Sicherheitsbereich des Flughafens auf, sein Flug sollte ihn nach Hurghada bringen. Gegenüber einer Mitarbeiterin behauptete er, eine Bombe in seinem Reisegepäck zu haben. Für die Bundespolizei war das Grund genug, den kompletten Bereich räumen zu lassen.

Um 16:30 Uhr stellte die Bundespolizei den Flugbetrieb ein und räumte den Sicherheitsbereich. Alle Fluggäste mussten in den öffentlichen Teil der Terminals zurück. Ein Einzelfall ist Gewalt an Flughäfen nicht: Am BER ermittelte die Staatsanwaltschaft nach einer Attacke auf einen Flughafenmitarbeiter am Gate.

Stillstand bis kurz nach 18 Uhr

Über das Presseportal meldete die Bundespolizei um 18:01 Uhr eine laufende polizeiliche Einsatzmaßnahme am Flughafen. In ihrem Bericht zum Ende des Einsatzes hielt sie fest, dass die Maßnahmen um 18:05 Uhr nach der Absuche der betroffenen Bereiche endeten und der Sicherheitsbereich wieder freigegeben wurde.

Um 18:22 Uhr teilte die Bundespolizei mit, dass eine Gefahrenlage ausgeschlossen werden konnte und der Flugverkehr in Kürze wieder anlaufen sollte. Weil der Sicherheitsbereich geräumt worden war, mussten sich alle Passagiere erneut einer Luftsicherheitskontrolle unterziehen. Um 19:42 Uhr meldete die Behörde den Abschluss der Maßnahmen und die Wiederaufnahme des Flugbetriebs.

Neun Flüge gestrichen, neun umgeleitet

Unterm Strich blieben neun gestrichene und neun umgeleitete Flüge; elf weitere Maschinen waren bis zu drei Stunden verspätet. Zusammen sind das 29 betroffene An- und Abflüge und knapp 3.000 betroffene Reisende. Diese Bilanz nennt der SWR-Bericht über die Bombendrohung am Flughafen.

Was aus den 29 betroffenen An- und Abflügen wurde

Flughafen Stuttgart am 5. Oktober 2026

Quelle: Flughafen Stuttgart / Bundespolizei

Die Umleitungen führten vorwiegend nach Nürnberg und Karlsruhe/Baden-Baden. Nach der Freigabe des Sicherheitsbereichs dauerte es noch einige Zeit, bis der Betrieb wieder lief. Anfang August hatte der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle die Bundesanwaltschaft beschäftigt.

Ein Verfahren nach Paragraf 126 StGB

Am Abend wurde bekannt, dass der 24-Jährige von seinem Flug nach Hurghada ausgeschlossen wurde. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein – wegen der Androhung einer Straftat nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches. Bislang ist das ein Vorwurf: Ein Urteil gibt es nicht, die Ermittlungen laufen.

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Offen ist, wie sich der 24-Jährige zu dem Vorwurf äußert und ob es zu einer Anklage kommt. Bis dahin bleibt für die knapp 3.000 Betroffenen ein Montagnachmittag, an dem eine Drohung den Flugplan von Tausenden durcheinanderbrachte.