Der Schauspieler Gedeon Burkhard (57) ist am Montag, 5. Oktober, als Kandidat in die 14. Staffel von „Promi Big Brother“ eingezogen. Die Show läuft seit 20:15 Uhr bei Sat.1 und parallel im 24-Stunden-Livestream auf Joyn. Moderiert wird die Staffel von Marlene Lufen und Jochen Schropp.
Anders als in den Vorjahren startet die komplette Staffel zur Primetime. Sat.1 setzte den Start zur Primetime um 20:15 Uhr durch, obwohl die späten Ausgaben im Vorjahr bis zu 16,3 Prozent Marktanteil erreichten. Das Haus steht in diesem Jahr unter dem Motto „Garten“.
Zu den 14 Kandidatinnen und Kandidaten zählen Box-Legende Axel Schulz, Ex-Bayern-Profi Christian Lell, die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa und Gastronom René „Redo“ Dost. Es geht um 100.000 Euro Preisgeld. Schon eine Sitzplatzwahl an der Tafel entschied, dass fünf von zehn Kandidaten in den Garten mussten.
Burkhard war von Beginn an dabei – anders als die vier Live-Nachzügler Anouschka Renzi, Tessa Bergmeier sowie Kim Virginia und Nikola Grey. Die kamen erst in der ersten Sendung dazu, die übrigen Bewohner wussten nichts von ihnen. Als einzigen Wunsch für seinen Aufenthalt nannte Burkhard, keine schnarchenden Mitbewohner zu bekommen.
Ich bin alt und brauche das Geld
Der Konflikt, um den sich bei dieser Staffel alles dreht, ist Burkhards berufliche und finanzielle Lage: ein früherer Millionen-TV-Star, der in eine Reality-Show zieht, weil die Rollenangebote ausbleiben. „Mir fehlen aktuell einfach die Angebote als Schauspieler. Nach Corona ging es nicht mehr so weiter wie davor“, sagt er.
Casting-Angebote habe er bekommen, doch nach der ersten Anfrage sei es nie weitergegangen; in seiner Position rede niemand mit ihm darüber, warum er nicht mehr besetzt werde. Das Finanzielle sei „50 Prozent der Entscheidung, zuzusagen, mindestens“ gewesen, sagt Burkhard – und bringt es auf den Punkt: „Ich bin alt und brauche das Geld!“
Zugleich grenzt er die Lage ein: „Aber keine Sorge: Pleite bin ich noch nicht. Noch kann ich meine Miete bezahlen.“ Wie BILD über Burkhards Geldnot berichtet, geht es ihm darum zu zeigen, „dass es mich noch gibt“ und „dass ich anders und reifer geworden bin“.
Seine Teilnahme beschreibt er als „Sprung ins kalte Wasser“ und als Chance, sich einem Publikum zu zeigen, das sich noch an ihn erinnert – und sich denen vorzustellen, die ihn gar nicht kennen.
Vom „Kommissar Rex“ in den Container
Bekannt wurde Burkhard als Kriminalinspektor Alexander „Alex“ Brandtner in der Erfolgsserie „Kommissar Rex“ an der Seite des Schäferhundes. Laut Promiflash übernahm er die Rolle 1998 und stand für 45 Folgen vor der Kamera, nach anderen Angaben war er bis 2001 dabei. Kurios: Drei Jahre vor seinem Einstieg als Ermittler hatte er in derselben Serie einen Mörder gespielt.
Später spielte er Chris Ritter in „Alarm für Cobra 11“, 1999 erhielt er die Goldene Romy als beliebtester Serienstar. International arbeitete er 2009 in Quentin Tarantinos Kriegsfilm „Inglourious Basterds“, wo er Wilhelm Wicki verkörperte und mit Brad Pitt, Christoph Waltz und Til Schweiger vor der Kamera stand. Als Synchronsprecher lieh er Joaquin Phoenix und Keanu Reeves seine Stimme.
Reality-Erfahrung hatte Burkhard schon vorher: 2024 verbrachte er im Prime-Video-Experiment „Licht aus“ fünf Tage mit anderen Teilnehmern in völliger Dunkelheit. 2011 tanzte er in der italienischen Version von „Let's Dance“, 2017 war er mit Christine Neubauer bei „Dance Dance Dance“ dabei.
Burkhards Weg in den Container
- 3. Juli 1969Geburt in München
Burkhard wächst in einem künstlerischen Umfeld auf: Seine Mutter Elisabeth von Molo war Schauspielerin, Urgroßvater Alexander Moissi ebenfalls.
- 1998Hauptrolle in „Kommissar Rex“
Als Kriminalinspektor Alexander „Alex“ Brandtner steht er für 45 Folgen an der Seite des Schäferhundes vor der Kamera.
- 1999Goldene Romy
Auszeichnung als beliebtester Serienstar.
- 2009Wilhelm Wicki in „Inglourious Basterds“
Rolle in Quentin Tarantinos Kriegsfilm an der Seite von Brad Pitt, Christoph Waltz und Til Schweiger.
- 2023Dreierbeziehung wird öffentlich
Burkhard bestätigt die Beziehung mit Ann-Britt Dittmar und Sasha Veduta.
- 2024Fünf Tage im Dunkeln
Teilnahme am Prime-Video-Experiment „Licht aus“.
- 5. Oktober 2026Einzug bei „Promi Big Brother“
Start der 14. Staffel um 20:15 Uhr bei Sat.1 und Joyn.
Zwei Partnerinnen, eine Absprache
Das zweite große Thema seines Aufenthalts ist sein Privatleben. Der Münchner lebt nach eigenen Angaben seit 2023 öffentlich polyamor mit zwei Frauen: Ann-Britt Dittmar, die er 2019 über Instagram kennenlernte, und Sasha Veduta, die zwei Jahre später dazukam. Beide sind mehr als 20 Jahre jünger als er.
„Und ich bin hier jetzt nicht der große Zampano, der zwei Frauen hat. Das ist eine richtige Dreierbeziehung, nicht nur sexuell, sondern eine in allen Aspekten ausgewogene und tiefgehende Verbundenheit“, sagte er 2023 der „Bunte“. Mit seinen Partnerinnen habe er „besprochen, was ich erzähle und was nicht – auch, um die beiden zu schützen“.
„Meine Frauen finden alles okay, was ich mache.“
Für seine Partnerinnen sei die Teilnahme kein Problem, betont Burkhard. „Ich fühle mich in meinem Beziehungsmodell mit zwei Frauen gut aufgehoben. Das ist der glückliche Hafen für uns alle“, sagt er. Über die Freiheit in der Dreierbeziehung hat er zum Staffelstart offen gesprochen: „Wir haben alle Freiheiten, die wir wollen – und freuen uns am Glück der anderen.“
Zum Haushalt gehört auch seine Mutter, die Schauspielerin Elisabeth von Molo. Nach dem Tod des Vaters holte Burkhard sie zu sich – aus der Dreierbeziehung wurde eine Art Vierer-WG. Anfangs sei sie von dem Modell ihres Sohnes nicht begeistert gewesen, später habe sie sich in beide Frauen „schockverliebt“. Aus früheren, monogamen Beziehungen hat er eine erwachsene Tochter.
Haus statt Garten
Burkhard lebt im komfortablen, 190 Quadratmeter großen Hausbereich der Anlage – nicht im kargen Garten mit alter Hütte, Pritschen und Außendusche aus der Gießkanne. Wer im Garten landet, hat es deutlich härter.
Anders erging es René „Redo“ Dost, der in den Garten zieht: Der Unternehmer mit 17 GmbHs und 200 Mitarbeitenden steht bereits auf der Nominierungsliste. In der ersten Folge musste niemand die Show verlassen.
Bis zum Finale am 19. Oktober
Burkhard dürfte in den kommenden Folgen im Zentrum des Interesses stehen, sobald er über sein Beziehungsmodell spricht. Erwartet wird, dass dabei Eifersucht und die Absprachen mit seinen beiden Partnerinnen zur Sprache kommen.
Das Finale der 14. Staffel ist für den 19. Oktober 2026 angesetzt. Bis dahin läuft die Show täglich um 20:15 Uhr bei Sat.1 und auf Joyn. Offen ist, ob Burkhard seine finanziellen Sorgen im Container noch einmal anspricht – und wie seine Mitbewohner darauf reagieren.
