Amtsgericht Hannover erlässt Haftbefehl gegen Jimi Blue Ochsenknecht
Rund 7.000 Euro schuldet Jimi Blue Ochsenknecht einer Berliner Zahnarztpraxis – nun soll die Vermögensauskunft per Haftbefehl erzwungen werden. Der Schauspieler äußert sich nicht, in Innsbruck läuft parallel seine Berufung.
Gegen Jimi Blue Ochsenknecht (34) liegt ein Haftbefehl vor. Das Amtsgericht Hannover erließ ihn am 20. August 2026 – als Vollstreckungsgericht, nicht als Strafgericht. Auslöser ist eine offene Zahnarztrechnung.
Rund 7.000 Euro soll der Schauspieler einer Berliner Zahnarztpraxis schulden. Der Vollstreckungstitel datiert auf das Jahr 2021, beglichen wurde die Forderung offenbar nicht. Wegen dieser Summe liegt der neue Haftbefehl wegen der Zahnarztrechnung vor; ein Gerichtsvollzieher könnte Ochsenknecht festnehmen.
Bekannt wurde der Fall am 8. Oktober 2026, als ein Sprecher des Amtsgerichts Hannover den neuen Haftbefehl in der Bild-Zeitung bestätigte. Zu dem Haftbefehl und den offenen Forderungen hat sich Ochsenknecht bislang nicht geäußert.
Ein Zwangsmittel, keine Strafe
Strafrechtliche Vorwürfe stehen in dieser Sache nicht im Raum. Die Haft dient allein dazu, die Abgabe der Vermögensauskunft zu erzwingen – also die Auskunft darüber, welche Einkünfte und welches Vermögen Ochsenknecht hat.
Mit dieser Auskunft endet die Haft. Die Schulden bleiben: Die rund 7.000 Euro sind damit nicht getilgt, die Forderung der Praxis besteht unabhängig davon weiter.
Wann der Gerichtsvollzieher zugreift, ist offen. Der Haftbefehl datiert auf den 20. August 2026; vollstreckt würde er, wenn die Auskunft ausbleibt. Öffentlich bekannt wurde er erst rund sieben Wochen später.
Nur Tage nach dem Urteil in Innsbruck
Der Haftbefehl fällt in eine angespannte Phase. Erst am 1. Oktober 2026 hatte das Landesgericht Innsbruck Ochsenknecht wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, er hat Berufung eingelegt.
Grundlage war eine unbezahlte Hotelrechnung von knapp 14.000 Euro. Ochsenknecht hatte Ende 2021 in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol seinen 30. Geburtstag gefeiert; die Rechnung blieb offen.
Am 25. Juni 2025 war er am Hamburger Flughafen festgenommen und nach Österreich ausgeliefert worden. Seine Ex-Freundin Yeliz Koc beglich die Hotelrechnung später; sie belief sich auf 13.827 Euro.
Die Zahnarztrechnung ist kein neuer Vorgang. Sie stammt aus dem Jahr 2021 – demselben Jahr, in dem auch der Vollstreckungstitel erstellt wurde. Zwischen Rechnung und Haftbefehl liegen fünf Jahre, dazwischen liegt ein zweites Verfahren in Österreich.
Von der Zahnarztrechnung zum Haftbefehl
2021
Zahnarztrechnung in Berlin
Eine Berliner Zahnarztpraxis stellt rund 7.000 Euro in Rechnung. Der Vollstreckungstitel datiert auf dasselbe Jahr.
Ende 2021
Offene Hotelrechnung in Tirol
Ochsenknecht feiert in einem Vier-Sterne-Hotel seinen 30. Geburtstag. Die Rechnung über knapp 14.000 Euro bleibt offen.
25. Juni 2025
Festnahme am Hamburger Flughafen
Ochsenknecht wird festgenommen und nach Österreich ausgeliefert. Seine Ex-Freundin Yeliz Koc begleicht später die Hotelrechnung über 13.827 Euro.
20. August 2026
Haftbefehl des Amtsgerichts Hannover
Das Vollstreckungsgericht erlässt einen Haftbefehl, um die Abgabe der Vermögensauskunft zu erzwingen.
1. Oktober 2026
Urteil in Innsbruck
Das Landesgericht Innsbruck verurteilt Ochsenknecht wegen schweren Betrugs zu 34.500 Euro Geldstrafe. Er legt Berufung ein.
8. Oktober 2026
Haftbefehl wird öffentlich
Ein Sprecher des Amtsgerichts bestätigt den Haftbefehl auf Anfrage. Weitere Medien greifen den Fall auf, Ochsenknecht äußert sich nicht.
Wie es weitergeht
Gibt Ochsenknecht die Vermögensauskunft ab, ist die Haft vom Tisch – die 7.000 Euro bleiben es nicht. Ob und wann er die Auskunft erteilt, ist bislang nicht bekannt.
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Parallel läuft in Innsbruck die Berufung gegen die 34.500 Euro Geldstrafe. Der nächste Schritt liegt trotzdem in Hannover: Äußert sich Ochsenknecht nicht, kann der Gerichtsvollzieher den Haftbefehl vollstrecken – ein Termin dafür ist nicht bekannt.