Sylvie Meis machte ihre Krebsdiagnose 2009 öffentlich
Mit 31 Jahren erkrankte Sylvie Meis an Brustkrebs, ihr Sohn Damián war drei. Am Rande der Vienna Awards in Wien erzählt sie, warum sie um ihr Leben kämpfte – und was die öffentliche Trennung von Rafael van der Vaart mit ihr machte.
Mit 31 Jahren bekam Sylvie Meis (48) die Diagnose Brustkrebs – ihr Sohn Damián war damals drei Jahre alt. Ob sie ihn aufwachsen sieht, war in dieser Zeit keine theoretische Frage.
Am Rande der 16. Vienna Awards for Fashion & Lifestyle in der Wiener Hofburg hat die Moderatorin und Model nun erzählt, wie sie diesen Kampf erlebt hat. Die Gala am 21. Oktober moderierte sie selbst; deutsche Stars im Wiener Glamourfieber bestimmten den Abend.
Instagram · @sylviemeis
Auf der Bühne ehrte sie ihre Freundin Domenica Graci Maldonado, Gründerin der Luxusreise-Plattform One Luxury, als „Business Icon of the Year“. Danach stellte sie sich den Fragen von Gala.
„Es gibt mehrere Momente in meinem Leben, in denen ich gemerkt habe, wie stark ich eigentlich bin. Das erste Mal während meiner Krebserkrankung, wo ich um mein Leben kämpfen musste, um meinen Sohn aufwachsen zu sehen.“
Sylvie Meis, Moderatorin und Model
Ein Tumor wurde operativ entfernt, anschließend folgte eine Chemotherapie. Im Juni 2009 machte Meis die Erkrankung öffentlich, im April 2010 zeigte sie sich bei „Let's Dance“ erstmals ohne Perücke.
Der Weg an die Öffentlichkeit
Dieser Weg war eine Entscheidung: erst sprechen, dann das Bild von sich selbst ändern. Sie beschreibt das als Lernerfahrung – „Da habe ich erstmals gemerkt, wie viel wir Frauen in uns haben und machen können, um das zu schaffen.“
Ein Tumor wird operativ entfernt, anschließend folgt eine Chemotherapie.
Juni 2009
Meis macht die Erkrankung öffentlich
Bis dahin hatte sie die Diagnose nicht öffentlich gemacht.
April 2010
Erster Auftritt ohne Perücke
Bei „Let's Dance“ zeigt sie sich erstmals ohne Perücke im Fernsehen.
Januar 2013
Trennung von Rafael van der Vaart
Nach über sieben Jahren Ehe geben beide die Trennung bekannt.
21. Oktober 2026
Moderation bei den Vienna Awards
In der Wiener Hofburg hält sie die Laudatio auf Domenica Graci Maldonado und spricht anschließend mit Gala.
Die Trennung als zweite Prüfung
Als zweite Bewährungsprobe nennt Meis die öffentliche Trennung von Rafael van der Vaart (43). Im Januar 2013 gaben beide nach über sieben Jahren Ehe ihre Trennung bekannt – begleitet von Schlagzeilen und Spekulationen.
„Dann ist es natürlich immer sehr, sehr heftig, wenn man eine öffentliche Trennung und auch viele Schlagzeilen erlebt“, sagt sie. Auch damals habe sie gemerkt, dass sie stärker ist als gedacht.
„Mein Gott, ich bin doch stärker als ich dachte und ich schaff' das schon.“
Sylvie Meis, Moderatorin und Model
Meis erzählt keine Heldengeschichte, sondern zwei Situationen mit wenig Spielraum – und zieht daraus denselben Schluss. Nicht die Umstände seien entscheidend, sondern die Reaktion darauf, sagt sie.
Was im Kopf passiert
Aus beiden Einschnitten leitet sie eine Regel ab: „Was wir hier im Kopf haben, hat Einfluss über das, was wir erleben. Wir können manchen Sachen nicht vorbeugen, das kommt – das ist auch in meinem Leben gekommen – aber man hat die eigene Entscheidung, wie man im Kopf damit umgeht.“
Daraus folgt ihr Ratschlag an andere Betroffene: „Versuche positives Denken zuzulassen, das wird dir wirklich helfen.“ Meis spricht als Betroffene, nicht als Medizinerin.
Der Abend selbst war für Meis auch eine berufliche Bilanz. Sie war in Wien bereits Preisträgerin und Laudatorin, nun stand sie als Moderatorin auf der Bühne: „Bin ganz, ganz stolz auf meine steile Karriere in Wien. Von der Preisträgerin, Laudatorin zur Moderatorin, das ist schon eine tolle Entwicklung.“
„Ich liebe die Vienna Awards. Ich liebe Wien“, sagte sie. Die Krankheit von 2009 und die Schlagzeilen von 2013 sind damit nicht verschwunden – sie stehen jetzt nur in einem anderen Zusammenhang.
Seit dem 23. Oktober berichten deutsche Medien über das Gespräch, seit dem 24. liegen die ausführlichen Fassungen von Gala, BUNTE und RTL vor. Ob Meis aus diesen Sätzen mehr macht als ein Interview am Rande einer Gala, ist bislang nicht bekannt.