Liefers nennt Berliner Schulen „Entwicklungslandniveau“
Jan Josef Liefers rechnet in Folge 11 von „Liefers + Broicher“ mit der Politik ab: Berliner Schulen hätten „Entwicklungslandniveau“, Deutschland gehe mit seinen Kindern „sauschlecht“ um. Jetzt warnt der Schauspieler vor Ausschreitungen beim Protesttag der Initiative „Gen Z regelt“.
Der Schauspieler Jan Josef Liefers (62) wirft der deutschen Politik vor, ihre Kinder und Jugendlichen zu verschleißen — und hält Ausschreitungen wie zuletzt in Paris auch hierzulande für möglich. Mit dem „einzigen Rohstoff, über den wir verfügen“, gehe Deutschland „sauschlecht“ um, sagt er.
Anlass ist Folge 11 seines Podcasts „Liefers + Broicher“, erschienen am 24. Oktober 2026 unter dem Titel „Krawalle in Paris – bald auch bei uns? Wie geht Revolution, Jan?“. Rund 67 Minuten lang spricht Liefers mit dem Autor und Verleger Alexander Broicher — über Schulen, Corona und die Frage, wer in Deutschland noch vor die Kameras treten darf.
Berliner Schulen: „Entwicklungslandniveau“
Am konkretesten wird er beim Thema Bildung. „Hier in Berlin kannst du dir die Schulen mal angucken. Das hat manchmal wirklich Entwicklungslandniveau, da steckt auch keiner Geld rein“, sagt Liefers. Am 27. Oktober griffen bundesweite Medien den Satz auf, darunter die Originalzitate aus der Podcast-Folge beim Focus.
„Das ist ein generelles Problem! Wir haben kein Erdöl, wir haben kein Erdgas. Wir haben nichts, womit wir auf dem Weltmarkt reüssieren können. Das Einzige, was wir haben, sind unsere Kinder, unsere jungen Leute.“
Jan Josef Liefers, Schauspieler
Den Vorwurf untermauert er mit der Corona-Politik: Junge Menschen hätten in der Pandemie „einfach Opfer bringen“ müssen, „damit wir Alten irgendwie da gut durchkommen“. Diesen Umgang nennt Liefers „saumäßig“ und „richtig fahrlässig“ — und wirft der Politik vor, nicht „wach“ zu werden.
Liefers fordert Platz für Jüngere
Seine Kritik zielt nicht nur auf Schulen und Pandemie, sondern auf das Personal. „Immer die Opis und Omis“ träten vor die Kameras, bemängelt er — und verlangt, dass endlich jemand seinen Posten räumt. Als Beispiel nennt er, lachend, Armin Laschet.
„Nichts gegen Armin Laschet und wie sie alle heißen, aber das wird Zeit, dass dort auch mal einer seinen Stuhl räumt.“
Jan Josef Liefers, Schauspieler
„Es ist Zeit, dass junge Leute nach vorne kommen“ — der Satz richtet sich an die eigene Generation. In der Debatte über junge Wähler ist er anschlussfähig: Fabian Köster spricht über die Jungen von heute.
Liefers kennt die Bühne, von der er spricht: Am 4. November 1989 hielt er als junger Schauspieler bei der Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz vor rund einer halben Million Menschen eine Rede. In der Podcast-Folge zieht er selbst die Linie zu den Protesten in Frankreich. Ob die hierzulande Vorbild sein können, ist Streit — Ines Schwerdtner sieht Frankreich als Vorbild.
Protesttag am 31. Oktober
Unterschätzen will er die Gefahr nicht. „Es wird bestimmt auch knallen. In welchem Ausmaß und was das für eine Dynamik hat, kann ich nicht sagen“, sagt Liefers mit Blick auf den bundesweiten Protesttag am 31. Oktober 2026. Am 27. Oktober wurde die Warnung vor Ausschreitungen beim Protesttag der Initiative „Gen Z regelt“ aufgegriffen.
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Der 31. Oktober wird damit zum Testfall. Für diesen Samstag ist der Protesttag von „Gen Z regelt“ angekündigt, am selben Tag soll die nächste Live-Ausgabe von „Liefers + Broicher“ erscheinen — die Folgen laufen regulär jeden Samstag. Wie viele junge Menschen auf die Straße gehen und ob es friedlich bleibt, ist offen. Offen ist auch, ob die Parteien auf Liefers' Vorwurf reagieren.