Wolke Hegenbarth schließt Botox aus, um ihre Mimik zu bewahren
Bild: KI-generiert
Schönheitsideal

Wolke Hegenbarth schließt Botox aus, um ihre Mimik zu bewahren

Wolke Hegenbarth (46) schließt Botox für sich aus – als Schauspielerin will sie ihre Mimik behalten. Zugleich wirbt sie als Markenbotschafterin für eine Hautpflegelinie ab 40. Sie sagt, sie fühle sich schöner als mit 20, und nennt ihre unliftete Mutter als Vorbild.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Wolke Hegenbarth (46) lässt sich nicht ins Gesicht spritzen – und macht daraus eine Ansage. Im Interview mit BUNTE.de über Botox und Mimik sagt die Schauspielerin: „Jede Frau darf tun und lassen, was sie will. Aber ich sage ganz klar: In mein Gesicht kommt kein Botox.“ Veröffentlicht wurde das Gespräch am 3. November.

Gesprochen hat sie am Rande des „Moments for myself Day“ im Sofitel Bayerpost in München. Zu dem Tag des Frauenmagazins myself kamen am 16. Oktober über 500 Teilnehmerinnen und rund 25 Speakerinnen, wie der Nachbericht zur Veranstaltung festhält. Hegenbarth sprach dort mit Beauty-Director Yvonne Beeg über Schönheit und Altern.

Dort stand sie nicht als Privatfrau am Mikrofon. Hegenbarth ist Markenbotschafterin der Naturkosmetikmarke Logona und Gesicht der neuen Hautpflegelinie ab 40, mit der sich das Unternehmen 2026 unter dem Satz „Schönheit, die wächst“ neu aufstellt. Creme ja, Nadel nein – für sie ist das keine Verzichtsgeste, sondern eine Berufsentscheidung.

„Gerade als Schauspielerin will ich doch meine Mimik behalten.“
Wolke Hegenbarth, Schauspielerin

Schöner als mit 20

Hegenbarth begründet ihre Haltung mit einer Bilanz, nicht mit Verzicht. „Ich fühle mich schöner als mit 20“, sagt sie: Der „Baby-Speck“ sei weg, ihr Gesicht habe mit 30 erstmals Form bekommen und sei heute markanter. Ihr Fazit: Die 40er seien die besseren 30er.

Für die Frage, was das Alter mit ihr macht, hat sie eine Rechnung dabei: „Zum Altern braucht es Gelassenheit. Wenn ich jetzt überlege: Im besten Fall habe ich noch fünfzig Jahre vor mir. Ich kann mir doch nicht fünfzig Jahre lang überlegen, wie ich aussehe und was ich an mir verändern soll.“ Nicht Schönheit also, sondern Zeit ist ihr Argument.

Umfrage
Lädt

Level aufgestiegen

Ihren Weg beschreibt sie nicht nur körperlich als Aufstieg: Mit 46 sei sie noch einmal „Level aufgestiegen“, sagt sie – mit mehr Geld, gesetzten Erfahrungen und einer „gelebten Weisheit“ statt einer allgemeinen „Omni-Weisheit“. Dass die besten Jahre hinter ihr liegen, hält sie für einen Irrtum.

„Ich habe die besten Jahre noch vor mir, ohne Witz – inhaltlich sowieso. 20 ist auch geil, keine Frage. Aber man wird ja so viel schlauer über die Jahre, weil man Erfahrungen gesammelt hat und weiß, welche Fehler man nicht mehr machen möchte.“
Wolke Hegenbarth, Schauspielerin

Die Mutter als Gegenmodell

Als Vorbild nennt sie ihre Mutter, die im Dezember 75 wird. Sie sei „so froh, dass ich keine geliftete Mama habe“, sagt Hegenbarth; ihre Mutter habe nie schlecht über den eigenen Körper gesprochen. Ihre Prägung kommt damit aus der Familie, nicht aus der Praxis.

Körperlich meldet sie keine Einschränkungen. Hegenbarth startet jeden Tag mit einer Stunde Yoga und sagt, sie sei uneingeschränkt leistungsfähig. Schwierig werde es erst, wenn der Körper irgendwann abbaue – bis dahin will sie ihr Gesicht nicht verändern, sondern benutzen.

Eine Absage, viele Stimmen

Mit ihrer Haltung steht Hegenbarth nicht allein. Jutta Speidel rechnet mit dem Anti-Aging-Kult ab und lehnt Botox strikt ab; Jella Haases Kritik am Druck, jung auszusehen geht weiter und nennt ihn ein patriarchales Problem. Hegenbarth formuliert milder: Sie verbietet anderen nichts, sie entscheidet für sich.

Offen bleibt die Frage, die sie selbst aufgeworfen hat: Was gilt, wenn der Körper abbaut? Hegenbarth hat dazu nichts gesagt – nur, dass sie heute mit 46 zufriedener ist als mit 20 und dass in ihr Gesicht keine Spritze kommt. Ob diese Absage hält, wenn der Spiegel nicht mehr mitspielt, ist damit nicht beantwortet.