„Selenskyj und seine Clique schmieren“ – Wagenknecht fordert sofortigen Stopp der Ukraine-Hilfen
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„Selenskyj und seine Clique schmieren“ – Wagenknecht fordert sofortigen Stopp der Ukraine-Hilfen

Bei einer Kundgebung in Berlin-Schöneberg verlangt BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ein Ende der deutschen Milliardenhilfen an die Ukraine. Sie warnt vor einem Vergeltungsschlag Russlands und prangert Sozialkürzungen im eigenen Land an.

Scharfe Attacke in Berlin

Sahra Wagenknecht hat bei einer Kundgebung ihres Bündnisses in Berlin-Schöneberg mit harter Kritik an der Ukraine-Politik der Bundesregierung ihren Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl im September 2026 eröffnet. Vor einigen Hundert Anhängern forderte die BSW-Gründerin ein sofortiges Ende der deutschen Hilfen und warf der Regierung vor, Steuermilliarden an die Führung in Kiew zu überweisen, während im eigenen Land Sozialkürzungen drohten.

Laut Zahlen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft hat Europa seine militärische Hilfe für die Ukraine 2025 inflationsbereinigt um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahresschnitt gesteigert. Das EU-Parlament verabschiedete im Februar 2026 ein neues Kreditpaket über 90 Milliarden Euro für Kiew. Deutschland ist unter Kanzler Merz zum größten europäischen Geber aufgestiegen: Allein im laufenden Jahr sollen elf Milliarden Euro an Waffenhilfe fließen.

Es ist Irrsinn, dass wir Milliarden und Abermilliarden verpulvern, um Herrn Selenskyj und seine Clique zu schmieren.
Sahra Wagenknecht (BSW-Gründerin)

Wagenknecht rechnete auf Facebook vor, der Ukraine-Krieg habe den deutschen Steuerzahler bereits über 100 Milliarden Euro gekostet. Die Regierung stelle lieber „der korrupten Clique um Selenskyj den nächsten Milliardenscheck aus, als in Deutschland die grassierende Kinder- und Altersarmut zu bekämpfen“.

Kriegsangst und Warnung vor Eskalation

Da ist endlos Geld, aber bei der Rente erzählen sie uns, da muss gekürzt werden.
Sahra Wagenknecht (BSW-Gründerin)

Zugleich zeichnete die 56-Jährige ein düsteres Bild der Sicherheitslage. Weil die Ukraine mit westlicher Technologie „tief im Hinterland zivile Einrichtungen in Russland“ angreife, wachse die Gefahr eines Vergeltungsschlags der Atommacht gegen Deutschland. Wagenknecht wörtlich: „Was ist denn die Konsequenz? Dass irgendwann im Kreml einer der Überzeugung ist, jetzt müssen wir mit russischen Waffen den Krieg auch dahin tragen, wo diese Waffen produziert wurden. Und das ist hier bei uns.“

Dass irgendwann im Kreml einer der Überzeugung ist, jetzt müssen wir mit russischen Waffen den Krieg auch dahin tragen, wo diese Waffen produziert wurden. Und das ist hier bei uns.
Sahra Wagenknecht (BSW-Gründerin)

BSW kämpft um Einzug ins Parlament

Die Kundgebung war Teil der Bemühungen des BSW, nach der knapp verpassten Bundestagswahl 2025 in Berlin Boden gutzumachen. In aktuellen Umfragen liegt die Partei bei drei bis vier Prozent. Sie sammelt derzeit Unterschriften für die Zulassung zur Abgeordnetenhauswahl und flankiert den Wahlkampf mit einer breiten „Weg mit Merz“-Kampagne, deren Auftakt für den 13. Juni 2026 in Magdeburg geplant ist. Ob Wagenknechts scharfe Töne gegen die Ukraine-Hilfen die Wähler mobilisieren, bleibt offen.

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