England steht nach einem 2:0 gegen Panama als Gruppensieger der Gruppe L im Achtelfinale der WM 2026. Doch statt Erleichterung herrscht auf der Insel scharfe Kritik an Trainer Thomas Tuchel. Im Zentrum: der Vorwurf von TV-Experte Roy Keane, Tuchel habe keinen Plan von seiner Stammelf.
Schonungslose TV-Analyse
Ich glaube nicht, dass er eine Ahnung hat, wie seine beste Elf aussieht. Das ist nicht gut.Roy Keane (TV-Experte und Ex-Profi)
Der frühere Manchester-United-Profi äußerte sich nach dem mageren 2:0 gegen Panama am 27. Juni 2026 bei ITV. Zuvor hatte England bereits gegen Ghana 0:0 gespielt und nur das Auftaktmatch gegen Kroatien mit 4:2 gewonnen.
Tuchel selbst gab zu, nicht zufrieden zu sein: „Ich fand's okay. Ich bin aber auch nicht super-glücklich. Mir hat die zweite Hälfte besser gefallen, da hatten wir mehr Biss, waren mit und ohne Ball aggressiver, haben mehr Chancen kreiert.“
Ich fand's okay. Ich bin aber auch nicht super-glücklich. Mir hat die zweite Hälfte besser gefallen, da hatten wir mehr Biss, waren mit und ohne Ball aggressiver, haben mehr Chancen kreiert.Thomas Tuchel (Trainer der englischen Nationalmannschaft)
Dauerhaftes Rotationskarussell
Seit Beginn des Turniers wechselte Tuchel seine Startelf mehrfach durch. Gegen Kroatien schickte er eine andere Mannschaft aufs Feld als gegen Ghana, gegen Panama gab es gleich fünf Änderungen. Eine eingespielte Formation ist nicht zu erkennen.
Zusätzlich belasten Verletzungen den Kader: Reece James fällt mit muskulären Problemen für mindestens zwei Spiele aus, Declan Rice laboriert an einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung. Die Defensive um Marc Guéhi und Ezri Konsa wirkt unsicher.
Spieler stellen sich schützend vor Tuchel
Trotz aller Kritik aus dem Studio halten die Spieler zu ihrem Trainer. Stürmer Ollie Watkins lobte Tuchels fordernde Art: „Er ist ein Gewinner und treibt die Standards immer an. Genau das braucht man, wenn das Ziel der Weltmeistertitel ist.“
Auch Verteidiger Djed Spence, der im Training von Tuchel lautstark mit „Wach auf!“ ermahnt worden war, nahm die Szene gelassen. Er betonte sein gutes Verhältnis zum Trainer: „Er ist ein Elitemanager, der höchste Qualität verlangt.“
In der englischen Boulevardpresse („The Sun“) heißt es bereits, die Situation sei eine „tickende Zeitbombe“. Tuchel selbst bleibt trotzig: „Ich habe keine Angst. Wir fühlen sich bereit, auf jedem Niveau zu konkurrieren.“ Im Achtelfinale muss er aber endlich Antworten liefern – sonst könnte der Druck unerträglich werden.





