Innenbandriss im Sprunggelenk: Schlotterbeck fehlt Deutschland im gesamten Turnier
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Innenbandriss im Sprunggelenk: Schlotterbeck fehlt Deutschland im gesamten Turnier

Der Innenverteidiger verletzte sich im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste schwer. Für Bundestrainer Nagelsmann ein herber Verlust – die Alternativen für die WM sind überschaubar.

Schock für die DFB-Elf

Nico Schlotterbeck hat sich im zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 einen Riss des medialen Bandes im linken Sprunggelenk zugezogen. Das Turnier ist für den 26-jährigen Innenverteidiger von Borussia Dortmund vorzeitig beendet.

Verletzung im Spiel gegen die Elfenbeinküste

Schlotterbeck war am Samstag beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste in Toronto in der ersten Halbzeit in einem Zweikampf mit Amad Diallo umgeknickt. Nach einer Behandlung auf dem Platz spielte er die ersten 45 Minuten zu Ende, wurde dann aber von Bundestrainer Julian Nagelsmann durch Antonio Rüdiger ersetzt.

Bereits kurz nach dem Schlusspfiff zeichnete sich eine ernste Diagnose ab. Nagelsmann sprach im ZDF von einer vermutlichen Innenbandverletzung: „Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus – leider. 'Schlotti' müssen wir morgen abwarten, was die Bildgebung im MRT hergibt. Es ist leider höchstwahrscheinlich eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk, wir wissen aber noch nicht, in welchem Ausmaß.“

MRT bestätigt schlimmste Befürchtungen

Am Sonntag unterzog sich der Dortmunder einer Magnetresonanztomographie im Teamcamp in Winston-Salem, North Carolina. Die Untersuchung ergab einen Riss des medialen Bandes, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montagmittag offiziell mitteilte. Laut Sportschau wird Schlotterbeck mehrere Monate ausfallen und kann an der laufenden WM nicht mehr teilnehmen.

Nagelsmann: „Es hätte seine WM sein können“

Wir werden Schlotti auf dem Feld als herausragenden Verteidiger schmerzlich vermissen, vor allem auch seine brillante Fähigkeit, das Spiel von hinten aufzubauen. Es hätte seine WM sein können.
Julian Nagelsmann, Bundestrainer

Nagelsmann fügte hinzu, dass das Team versucht habe, ihn aufzumuntern: „Er ist ein sehr positiver Mensch, der bereits nach vorne blickt. Es ist ein großartiges Zeichen, dass er vorerst bei der Mannschaft bleibt, denn er hat auch abseits des Platzes einen Einfluss.“ Auch Borussia Dortmunds Sportdirektor Lars Ricken zeigte sich bestürzt und erklärte auf der BVB-Website: „Es tut mir extrem leid für Nico, er war in einer super Verfassung und ein unverzichtbarer Bestandteil der Startelf unserer Nationalmannschaft.“

Defensive Alternativen für Deutschland

In der Innenverteidigung stehen Nagelsmann nun neben dem etatmäßigen Stammduo Rüdiger und Jonathan Tah noch Waldemar Anton und Malick Thiaw als Optionen zur Verfügung. Schlotterbeck galt als einer der Schlüsselspieler für den Spielaufbau von hinten, sein Ausfall wiegt schwer.

Vor dem Turnier war Schlotterbeck mit den europäischen Topklubs FC Liverpool und Real Madrid in Verbindung gebracht worden. Die Verletzung könnte nun auch Auswirkungen auf einen möglichen Transfer haben – im Vordergrund steht für den Spieler jedoch die Rehabilitation.

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