5000 Dollar Krankenhausrechnung nach Schlägerei wegen Regenbogenfächer
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SportGewalt nach WM-Spiel

5000 Dollar Krankenhausrechnung nach Schlägerei wegen Regenbogenfächer

Ein deutscher Fan wurde nach dem WM-Spiel Deutschland – Elfenbeinküste in Toronto verprügelt. Auslöser war ein Regenbogenfächer. Polizei und Türsteher verweigerten Hilfe, das Opfer sitzt auf 5000 Dollar Behandlungskosten.

Eskalation nach dem Deutschland-Spiel

Für Alex Alber endete der Jubel über den 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft am Samstagabend in der Notaufnahme. Der 33-jährige Berliner wurde nach dem WM-Gruppenspiel in Toronto von drei Männern attackiert – nur weil ein Freund einen Regenbogenfächer trug. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

Wir haben die Situation unterschätzt.
Alex Alber, DFB-Fan und Opfer des Angriffs

Bereits im Stadion war die Gruppe wegen des Regenbogenfächers angepöbelt worden. Nach dem Spiel feierte Alber mit Freunden im Club „Paris Texas“. Dort kam es zur Eskalation. Drei Männer, einer im Schottland-Trikot, beschimpften sie und griffen Alber schließlich körperlich an. Er wurde zu Boden gedrückt, konnte fliehen, doch als er mit den Türstehern zurückkam, um vergessene Sachen zu holen, warteten die Täter bereits und schlugen erneut zu.

Sicherheitskräfte und Polizei versagten

Die Türsteher griffen nicht ein. Alber flüchtete hinter die Bar. Die herbeigerufene Polizei zeigte wenig Engagement: „Die Reaktion der Polizei war: Das wird eh schwierig, es lohnt sich nicht“, zitiert ihn das Abendblatt. Eine Anzeige wurde nicht aufgenommen, die Täter flohen unerkannt.

Die Türsteher haben nichts gemacht. Ich habe mich hinter die Bar gerettet.
Alex Alber

Alber erlitt eine Platzwunde und musste mit drei Stichen genäht werden. Acht Stunden verbrachte er in der Notaufnahme – und steht nun vor einer Rechnung von 5000 US-Dollar. Ein Freund hat einen Spendenaufruf gestartet, um die Kosten zu decken.

Weiterreise trotz traumatischer Erfahrung

Ich war acht Stunden in der Notaufnahme. Ich hatte eine Platzwunde, die genäht werden musste.
Alex Alber

Trotz des Angriffs setzt Alber seine fünfwöchige WM-Reise mit der Gruppe fort. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltende Diskriminierung von LGBTQ+-Symbolen und das Versagen von Sicherheitspersonal und Behörden, Opfer solcher Attacken zu schützen. Eine offizielle Stellungnahme der kanadischen Polizei oder des Clubs steht noch aus.

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