Militärische Abfangaktion
Ein Airbus A320 auf dem Weg von Warschau nach Tel Aviv hat am Dienstag eine internationale Sicherheitskette ausgelöst, nachdem er versehentlich den Transponder-Code 7500 – das weltweite Signal für eine Entführung – gesendet hatte. Innerhalb weniger Minuten stiegen Kampfjets aus drei Nationen auf, um die Maschine abzufangen und zu eskortieren, wie das Fachportal AeroTime berichtete.
Flug LO155, betrieben von Electra Airways mit 180 Passagieren und Besatzung, war um 11:35 Uhr MESZ gestartet. Bulgarien schickte sofort eine MiG-29, die Türkei zwei F-16 und Israel entsandte zwei F-35 „Adir“, nachdem der Kontakt über dem Mittelmeer zeitweise abriss. Israelische Quellen bestätigten den Alarm, doch die IDF erklärten schnell Entwarnung.
Es besteht keine Befürchtung eines Sicherheitsvorfalls.Israelische Streitkräfte (IDF)
Notlandung in Burgas
Nachdem Israel die Landeerlaubnis verweigerte und die Besatzung ihre Arbeitszeitgrenze erreichte, wurde die Maschine zum bulgarischen Heimatflughafen Burgas umgeleitet. Erneut eskortierten MiG-29-Jets den Airbus. Um 17:12 Uhr Ortszeit setzte er sicher auf, fernab des Hauptterminals. LOT Polish Airlines entschuldigte sich bei den Passagieren schriftlich.
Die Umleitung Ihres Fluges nach Burgas wurde durch die unbeabsichtigte Aktivierung einer Sicherheitswarnung an Bord verursacht.LOT Polish Airlines (Schreiben an Passagiere)
Technikdefekt oder Pilotenfehler?
Zur Ursache des Fehlalarms gibt es widersprüchliche Angaben. Das bulgarische Verkehrsministerium sprach gegenüber der Times of Israel von einem technischen Defekt des Transponders, während LOT und türkische Behörden auf einen Pilotenfehler verwiesen. Der Sprecher von LOT, Krzysztof Moczulski, betonte, der Alarm sei schnell widerrufen worden.
Diese Meldung wurde im weiteren Funkverkehr mit der Flugsicherung wieder zurückgezogen.Krzysztof Moczulski (Sprecher, LOT Polish Airlines)
Die Passagiere wurden nach der Landung von der bulgarischen Polizei überprüft. Verletzt wurde niemand, eine unmittelbare Bedrohung bestand zu keiner Zeit. Der Vorfall unterstreicht die hohe Alarmbereitschaft im östlichen Mittelmeerraum. Die genaue Ursache des falschen Entführungssignals bleibt jedoch vorerst ungeklärt.





