Krokodil-Angriff in Zoo: Frau springt ins Becken und rettet Kind
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Krokodil-Angriff in Zoo: Frau springt ins Becken und rettet Kind

Nach dem Angriff auf einen Dreijährigen im Johnsons of Old Hurst Zoo kämpft das Kind ums Überleben. Der mutmaßliche Täter, ein 30-jähriger Mann mit Lernbehinderung, wurde bereits wieder aus der Haft entlassen.

Mutiger Rettungssprung ins Krokodilbecken

Am Nachmittag des 18. Juni 2026 ereignete sich im Johnsons of Old Hurst Zoo in Cambridgeshire, nahe Huntingdon, ein schwerer Zwischenfall. Ein dreijähriger Junge, der mit seiner Familie den Zoo besuchte, geriet in das Krokodilgehege. Er wurde von mindestens einem der Tiere lebensgefährlich verletzt. Er erlitt einen gebrochenen Arm und ein gebrochenes Becken, wie die Polizei von Cambridgeshire mitteilte, die gegen 13:24 Uhr Ortszeit alarmiert wurde. Mehrere Medienberichte bestätigen den dramatischen Vorgang.

Der Junge, der aus Cambridgeshire stammt, wurde noch vor Ort von Zoomitarbeitern medizinisch versorgt und anschließend in das Addenbrooke's Hospital nach Cambridge gebracht. Sein Zustand wird als kritisch, aber stabil beschrieben. Speziell geschulte Polizeibeamte betreuen die Familie des Kindes.

Offenbar ist die Frau des Zoobesitzers, Tracey Johnson, hineingesprungen.
Anwohner gegenüber Medien

Die Frau des Zoobesitzers, Tracey Johnson, die den Familienbetrieb gemeinsam mit ihrem Mann Andy Johnson führt, sprang ersten Berichten zufolge unmittelbar in das Gehege, um das Kind zu retten. Augenzeugen und Anwohner beschrieben ihre Tat als heldenhaft. Andy Johnson bestätigte gegenüber der BBC, dass seine Frau in das Gehege gesprungen sei, um den Jungen zu retten. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Zoos bezeichnete ihren Sprung in das etwa 4,5 Meter tiefe Becken als „unglaublich heldenhaft". Die Familie Johnson hat sich ansonsten nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert.

Verdächtiger nach versuchtem Mord festgenommen und wieder entlassen

Noch vor Ort nahm die Polizei einen 30-jährigen Mann aus Norfolk unter dem Verdacht des versuchten Mordes fest. Nach ersten Ermittlungen gehen die Behörden davon aus, dass sich der Verdächtige und das Kind nicht kannten. Der Mann soll nach Berichten verschiedener Medien, darunter der New York Post und BBC, mit Lernbehinderungen diagnostiziert sein und sich zum Tatzeitpunkt in Begleitung von Betreuern auf einem Tagesausflug im Zoo befunden haben.

Einen Tag nach dem Vorfall, am 19. Juni, wurde der Mann auf Kaution freigelassen. Die Polizei von Cambridgeshire stufte ihn bis September als „vernehmungsunfähig" ein. Zudem bestätigte die Polizei, dass es sich um einen weißen Briten handelt, nachdem in sozialen Medien Falschinformationen über seine Herkunft verbreitet worden waren.

Zoo schließt Tropenhaus – Ermittlungen dauern an

Das Johnsons of Old Hurst, ein familiengeführter Bauernhof mit Zoo, Fleischerei und Hofladen, der über 100 Tiere beherbergt – darunter Krokodile, Löwen, Tiger und Bären –, erklärte, dass das „Tropical House", in dem sich das Krokodilgehege befindet, bis auf Weiteres aus Respekt vor der Familie des Jungen geschlossen bleibt. Der Rest des Zoos öffnete bereits am nächsten Tag wieder regulär. Die Krokodile wurden nach Polizeiangaben weder beschlagnahmt noch getötet.

Die genauen Umstände, wie der Junge in das Gehege gelangte, sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Sie werden vom Major Crime Unit der Polizei geleitet. Detective Inspector Verity McCann sprach von einem „erschütternden Vorfall".

Der Fall wirft viele Fragen auf: Wie konnte das Kind unbeaufsichtigt in das Krokodilbecken fallen oder gestoßen werden? Welche Rolle spielte der Betreuer des Verdächtigen? Die Familie des Jungen muss derweil um das Leben ihres Sohnes bangen – das Addenbrooke's Hospital hat sich bislang nicht zum weiteren Genesungsverlauf geäußert.

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