«Endlich ist die Versöhnung echt»: Loredana trifft früheres Betrugsopfer in Doku
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PanoramaVersöhnung nach Betrug

«Endlich ist die Versöhnung echt»: Loredana trifft früheres Betrugsopfer in Doku

In der Prime-Doku «Loredana & Karim – Love & Drama» kommt es zur ersten öffentlichen Begegnung der Rapperin mit Patrizia Z., die sie 2019 um Hunderttausende Franken betrog. Die Umarmung vor laufender Kamera soll das Kapitel abschließen – doch die Reaktionen sind gespalten.

Die Begegnung vor laufender Kamera

In der neuen Doku-Serie «Loredana & Karim – Love & Drama», die seit Juni auf Amazon Prime läuft, trifft die Luzerner Rapperin auf Patrizia Z. – jene Frau, die sie 2019 gemeinsam mit ihrem Bruder um mehrere Hunderttausend Franken betrog. Die fünfte Folge zeigt das erste öffentliche Wiedersehen seit dem Skandal.

Vor laufender Kamera umarmen sich die beiden Frauen minutenlang. Patrizia Z., sichtlich nervös, sagt: «Ich bin ein bisschen aufgeregt.» Sie erklärt: «Sie weiss, dass sicher nicht alle Wunden heilen werden, aber jede Person verdient eine zweite Chance.» Ihr Fazit nach dem Treffen fällt deutlich aus.

Endlich ist die Versöhnung echt und ein Deckel drauf.
Patrizia Z. (Betrugsopfer)

Loredana selbst rechtfertigt ihr damaliges Verhalten mit einer Mischung aus familiärer Loyalität und eigener Unwissenheit. «Man macht es für die Familie und fragt nicht nach. Ich habe das getan, was man mir gesagt hat, und ich hatte immer die Information, dass sie am Ende ihr Geld zurückkriegt», sagt sie. Gleichzeitig stellt die Rapperin klar: «Ich bin Täter und sie das Opfer. Das bleibt auch so.» Auch wenn ihr das Unrecht ihres Handelns damals nicht bewusst gewesen sei, ändere das nichts an ihrer Verantwortung.

Ich bin nicht ein Mensch, der jemandem gerne bewusst Schaden zufügt.
Loredana Adeyemi (Rapperin)

Der Fall hatte 2019 grosses Aufsehen erregt: Patrizia Z. und ihr Mann aus dem Wallis wurden Opfer einer dreisten Betrugsmasche. Loredanas Bruder gab sich auf einer Dating-Plattform als «Antonio Cas» aus und erschlich sich Geld für eine angebliche Nieren-OP. Später trat Loredana als falsche Anwältin auf und forderte weitere Zahlungen. Insgesamt verlor das Ehepaar rund 700’000 Franken. Nach der Aufdeckung distanzierte sich die Rapperin zunächst, übernahm dann aber im Strafverfahren die Verantwortung und zahlte der Geschädigten 609’000 Franken. Die Staatsanwaltschaft Luzern stellte das Verfahren nach einer Einigung ein.

Patrizia Z. sagt heute in der Doku, Loredana habe sich als Mensch gewandelt und würde so etwas nie wieder tun; sie nehme ihr die Reue ab. Die Rapperin selbst hat sich damit abgefunden, in den Augen vieler «für immer das schwarze Schaf» zu bleiben.

Die filmische Versöhnung stösst im Netz auf gemischte Reaktionen. Während einige Zuschauer Loredanas Wandel feiern, kritisieren andere, sie rede sich zu sehr aus der Verantwortung. Ob die öffentliche Meinung je vollständig umschwenkt, bleibt offen.

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