Selenskyj genehmigt 40-tägige SBU-Operation, um Russland zum Frieden zu zwingen
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Selenskyj genehmigt 40-tägige SBU-Operation, um Russland zum Frieden zu zwingen

Mit einer neuen Geheimdienstoperation will Kiew Moskau zum Einlenken bewegen. Der Druck durch Drohnenangriffe auf Russlands Militär und Ölindustrie soll massiv erhöht werden.

40 Tage Druck auf Moskau

40 Tage lang will die Ukraine Russland mit einer Einflussoperation des Inlandsgeheimdienstes SBU unter Druck setzen. Präsident Wolodymyr Selenskyj genehmigte die Maßnahme am 25. Juni 2026 nach einem Treffen mit SBU-Chef Jewheni Chmara in Kiew. Das Ziel: Russland zur Beendigung des Krieges zu zwingen.

„Ich habe eine 40-tägige Einflussoperation gegen den Aggressorstaat genehmigt, die darauf abzielt, ein Ende des Krieges herbeizuführen“, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Weitere operative Details nannte er nicht.

Langstrecken-Drohnen als Schlüssel

Die Operation baut auf jahrelangen Drohnenangriffen des SBU auf, die Selenskyj als „Langstrecken-Sanktionen“ bezeichnet. Dabei attackierten ukrainische Drohnen immer wieder militärische Einrichtungen, Rüstungsfabriken und Objekte der Öl- und Gasindustrie tief im russischen Hinterland. In mehr als 20 Regionen Russlands führte dies bereits zu Treibstoffkrisen und Verkaufsbeschränkungen für Benzin.

Chmara berichtete Selenskyj zudem über „unseren Plan für Langstrecken-Sanktionen, Mittelstrecken-Sanktionen und die Ergebnisse des Alpha-Spezialoperationszentrums an der Front“. Der SBU-Chef sprach auch Herausforderungen bei der inneren Sicherheit der Ukraine an.

Eliteeinheit „Alfa“ an vorderster Front

Das Spezialeinsatzzentrum „Alfa“ des SBU spielt bei den verdeckten Operationen eine zentrale Rolle. Selenskyj würdigte die Einheit für ihre „führenden Ergebnisse in der Bekämpfung von Personal und Ausrüstung der Besatzerkräfte“. Bereits im Juni 2025 zerstörten von Lastwagen gestartete Drohnen bei der Operation „Spinnennetz“ über ein Dutzend Flugzeuge auf russischen Militärflugplätzen, darunter strategische Bomber.

Im Dezember 2025 attackierte „Alfa“ zweimal den Militärflugplatz Belbek auf der besetzten Krim. Nach ukrainischen Angaben wurden Radar- und Flugabwehrsysteme sowie Kampfjets zerstört. Die Einheit war auch an den Schlachten um Bachmut und Awdijiwka sowie der Kursk-Offensive beteiligt.

Die 40-tägige Operation ist der bislang ambitionierteste Versuch Kiews, mit geheimdienstlichen Mitteln die militärische und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Russlands zu brechen. Beobachter gehen davon aus, dass die Angriffe in den kommenden Wochen weiter intensiviert werden.

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