28-Jähriger nach Mord an Ann Widdecombe festgenommen – Debatte über Abgeordnetensicherheit
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Politikermord in UK

28-Jähriger nach Mord an Ann Widdecombe festgenommen – Debatte über Abgeordnetensicherheit

Die frühere Brexit-Politikerin wurde in ihrem Haus in Devon attackiert und starb. Ein Verdächtiger sitzt in Haft, das Motiv ist unklar. Politiker aller Lager zeigen sich erschüttert und fordern Konsequenzen.

Brutaler Angriff auf polarisierende Figur

Die britische Politik steht unter Schock: Ann Widdecombe, 78, ehemalige konservative Abgeordnete und prominente Brexit-Hardlinerin, wurde am 8. Juli 2026 in ihrem abgelegenen Haus in Haytor, Dartmoor, Opfer eines Gewaltverbrechens. Erst am folgenden Tag entdeckten Rettungskräfte ihre Leiche, nachdem sie nicht zu einem vereinbarten TV-Interview erschienen war.

Die Polizei von Devon & Cornwall geht von einem gezielten Angriff aus. Gegen 12:30 Uhr Ortszeit wurde Widdecombe attackiert und erlitt „schwere Verletzungen“, wie es offiziell hieß. Die genaue Todesursache und Tatwaffe blieben zunächst geheim. Spezialisten der Spurensicherung untersuchten das Haus tagelang.

Festnahme in South Yorkshire

Nach einer ersten Festnahme eines 26-Jährigen in Newton Abbot, der wieder freigelassen wurde, nahm die Polizei am Abend des 11. Juli einen 28-jährigen weißen Briten in South Yorkshire fest – rund 320 Kilometer vom Tatort entfernt. Unterstützt wurde die Aktion von Anti-Terror-Einheiten, ohne dass die Behörden ein terroristisches Motiv bestätigten.

„Unsere Mordermittlung befindet sich in einem frühen Stadium, schreitet aber mit erheblichem Tempo voran. Wir setzen alle notwendigen Ressourcen ein, um herauszufinden, was genau passiert ist, und die verantwortliche Person zu finden, bei der es sich unseren Erkenntnissen nach um einen weißen Mann handelt.“
Ilona Rosson, Detective Chief Inspector, Devon & Cornwall Police

Politische Reaktionen: Schock und Trauer

Parteiübergreifend löste der Tod der konservativen Katholikin Entsetzen aus. Premierminister Keir Starmer (Labour) nannte die Tat „wirklich schockierende Nachrichten“. Widdecombe habe als Politikerin über viele Jahre viele Errungenschaften erzielt – „es ist ein riesiger, riesiger Verlust.“

„Das sind wirklich schockierende Nachrichten. Meine Gedanken – ich denke aller Gedanken – sind bei der Familie und den Freunden von Ann Widdecombe in dieser schrecklichen Zeit. Ann war eine herausragende Politikerin über viele, viele Jahre mit vielen Errungenschaften – es ist ein riesiger, riesiger Verlust.“
Keir Starmer, Premierminister des Vereinigten Königreichs

Kemi Badenoch, Vorsitzende der Conservative Party, zeigte sich „fassungslos“ und sprach von einem „schrecklichen, grausamen Angriff“. Nigel Farage, Chef von Reform UK, legte einen Kranz vor Widdecombes Haus nieder und würdigte sie als „leidenschaftlichste Verfechterin der Meinungsfreiheit, die ich je getroffen habe“.

„Es war ein schrecklicher, grausamer Angriff und mein Herz bricht für ihre Familie. Wir haben beide eine Freundin verloren.“
Kemi Badenoch, Vorsitzende der Conservative Party

Sicherheitsdebatte neu entfacht

Der Mord reiht sich in eine Serie von Gewalttaten gegen britische Abgeordnete ein. 2016 wurde die Labour-Politikerin Jo Cox von einem Rechtsextremisten ermordet, 2021 starb der konservative Abgeordnete Sir David Amess bei einem Messerangriff. Widdecombes Tod bringt das Thema Personenschutz erneut auf die Agenda: Farage kündigte umgehend 24-Stunden-Schutz für alle Reform-UK-Abgeordneten an, finanziert von der Partei.

„Wir wissen natürlich nicht und können nicht über die Motivation, das Motiv für den Angriff spekulieren. Aber was wir sagen können, ist, dass nichts jemals einen solchen Angriff rechtfertigen könnte.“
Brendan Cox, Witwer der 2016 ermordeten Abgeordneten Jo Cox

Der 28-jährige Tatverdächtige bleibt vorerst in Polizeigewahrsam. Ein Motiv ist nicht bekannt. Die Ermittler betonen, es gebe keine Hinweise auf Terrorismus, doch die Unterstützung von Anti-Terror-Spezialisten bei der Festnahme wirft Fragen auf. Updates sollen in den kommenden Tagen folgen.

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