Timon Dzienus: „Ich werde lebenslang gegen Faschismus eintreten“ – Kritik an ZDF-Zensur
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Antifaschismus-Gelöbnis

Timon Dzienus: „Ich werde lebenslang gegen Faschismus eintreten“ – Kritik an ZDF-Zensur

Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Timon Dzienus, hat ein lebenslanges antifaschistisches Versprechen abgelegt und das ZDF für die Ausladung von Danger Dan und Igor Levit scharf kritisiert. In einem Instagram-Reel ruft er seine Follower auf, ihn auf diesem Weg zu begleiten.

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Reel mit persönlichem Versprechen

Mit einem Facebook- und Instagram-Reel hat der Grünen-Bundestagsabgeordnete Timon Dzienus am 22. Juli 2026 ein persönliches Gelöbnis abgelegt. Der 30-Jährige aus Niedersachsen versprach, lebenslang gegen Faschismus einzutreten, nicht zu schweigen und Haltung zu zeigen.

Ich werde lebenslang gegen Faschismus eintreten, nicht schweigen, Haltung zeigen und für Parlamente ohne Faschisten kämpfen.
Timon Dzienus

Die Bildunterschrift seines Posts machte den Bezug zur aktuellen Debatte deutlich: „Credits gehen raus an Danger Dan und Igor Levit für ‚Keine Angst‘. ✊ Wenn du das genauso siehst, dann begleite mich auf diesem Weg.“

ZDF stoppt antifaschistischen Song

Den Anlass für Dzienus‘ Statement lieferte die Kontroverse um die ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“. Für die 100. Ausgabe am 21. Juli waren der Rapper Danger Dan und der Pianist Igor Levit eingeladen, das Klavierstück „Keine Angst“ zu präsentieren. Doch das ZDF lud beide Künstler kurz zuvor wieder aus.

Der Sender begründete seine Entscheidung damit, dass der Songtext als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne. Besonders kritisiert wurden Zeilen, die zu konspirativem Handeln auffordern, sowie die Grußformel an die verurteilten Linksextremisten der „Hammerbande“. Das ZDF sah darin eine Anleitung zum politischen Extremismus.

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„Mehr antifaschistische Stimmen nötig“

Dzienus, der Antifaschismus zu seinem politischen Schwerpunkt zählt, kritisierte das ZDF scharf: Es brauche in der aktuellen Lage mehr öffentlich sichtbare antifaschistische Stimmen, nicht weniger. Bereits im Mai hatte er in einem Instagram-Reel rechtsextreme Parolen zerrissen und versprochen, sich immer klar gegen Rechts zu positionieren.

Der Grünen-Politiker sitzt seit 2025 für den Wahlkreis Hannover im Bundestag und ist Obmann im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Sein aktuelles Versprechen, für „Parlamente ohne Faschisten“ zu kämpfen, fällt in eine Zeit, in der das Eindringen rechtsextremer Kräfte in Parlamente erneut für Debatten sorgt.

Am selben Abend gaben Danger Dan und Igor Levit im Berliner Columbia Theater ein Ersatzkonzert unter dem Titel „Die keine Angststalt“, dessen Erlöse an den Verein Opferperspektive gingen. Die Debatte über Kunstfreiheit und den Umgang mit rechtsextremen Tendenzen ist damit noch lange nicht beendet.

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