Dröge wirft Merz Schweigen in der Klimakrise vor
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Energiepolitik

Dröge wirft Merz Schweigen in der Klimakrise vor

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge wirft Kanzler Friedrich Merz vor, in der Klimakrise zu schweigen und untätig zu bleiben. Sie kritisiert ein Kabinettsgesetz zum Bremsen erneuerbarer Energien als fatal.

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Tausende Hitzetote, brennende Wälder, ausgetrocknete Flüsse – und der Kanzler im Urlaub. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge wirft Friedrich Merz (CDU) vor, in der Klimakrise zu schweigen und untätig zu bleiben.

Im „Frühstart“ von RTL und ntv, über das n-tv berichtet, sagte Dröge am Donnerstag: „Friedrich Merz scheint zu hoffen, wenn er im Urlaub ist und niemand ihn sieht, auch niemand auf die Idee kommt, dass er zuständig sein könnte, die Folgen der Klimakrise zu bekämpfen.“

Schweigen zu tausenden Hitzetoten

Die Grünen-Politikerin zeichnete ein drastisches Bild: „Brutale Hitze, tausende Tote. Der Kanzler schweigt. Brennende Wälder, der Kanzler informiert sich und tut ansonsten nichts. Flüsse, die ausgetrocknet sind, Ernten, die ausfallen.“ Das sei schon jetzt Realität.

Dröge warf Merz vor, so zu tun, als könne er der Klimakrise ausweichen. Seine Entscheidungen hätten die Krise bislang verschlimmert, statt sie zu bekämpfen. Die Kritik reiht sich in eine breitere Oppositionskritik ein: Auch die Linke warf Merz vor, sich nicht zu Wort zu melden und kein Signal an die Feuerwehrleute zu senden.

Merz informierte sich – für Dröge zu wenig

Merz hatte sich nach Angaben von n-tv bereits am Samstag telefonisch über die Lage beim Waldbrand bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen informiert. Landrat Ralf Nolten berichtete ihm über die Brandgebiete, anschließend dankte Merz den Einsatzkräften.

Auf X hatte der Kanzler rund eine Woche zuvor geschrieben, er werde über die Entwicklung laufend unterrichtet und danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Dröge reicht das nicht: Auf die Frage, ob Merz zu lange im Urlaub sei, antwortete sie ausweichend: „Kommt drauf an, was er tut, wenn er wiederkommt.“

Die Chronologie des Klima-Sommers

  1. 13./14. August 2026
    Merz dankt Einsatzkräften auf X

    Der Kanzler schreibt, er werde über die Waldbrände laufend unterrichtet, und dankt allen Einsatzkräften.

  2. 15. August 2026
    Telefonat zum Waldbrand bei Hürtgenwald

    Merz informiert sich bei Dürens Landrat Ralf Nolten über die Lage im Kreis Düren (NRW).

  3. 20. August 2026
    Dröge wirft Merz Schweigen vor

    Im RTL/ntv-„Frühstart“ kritisiert die Grünen-Fraktionschefin den Kanzler für Untätigkeit in der Klimakrise.

„Gesetz zum Bremsen erneuerbarer Energien“

Dröge kritisierte zudem, dass die Bundesregierung im Kabinett „beispielsweise ein Gesetz zum Bremsen der erneuerbaren Energien“ beschlossen habe. Das sei „fatal und verantwortungslos“.

Momentan seien alle Entscheidungen des Kanzlers so gewesen, dass er die Klimakrise mit seinem Handeln verschlimmert habe, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende. Sie forderte Merz auf, die Klimakrise zu bekämpfen statt sie anzufeuern.

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Die Bundesregierung hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Die nächste Gelegenheit zur öffentlichen Stellungnahme bietet sich Merz nach seiner Rückkehr – dann wird sich zeigen, ob er den Konflikt mit der Opposition über den Klimakurs annimmt.