Union stürzt auf 21 Prozent – 77 Prozent unzufrieden mit Merz
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Union stürzt auf 21 Prozent – 77 Prozent unzufrieden mit Merz

Die Union fällt im neuen INSA-Sonntagstrend auf 21 Prozent – der schlechteste Wert seit 2021. Die AfD liegt mit 29 Prozent acht Punkte vorn, und 77 Prozent der Befragten sind unzufrieden mit Kanzler Friedrich Merz.

Union im Sturzflug

Die Union ist in der neuesten INSA-Sonntagstrend-Umfrage auf 21 Prozent gefallen – der schwächste Wert seit 2021. Gleichzeitig erreicht die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz einen neuen Höchststand: 77 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Nur noch 15 Prozent äußern sich zufrieden.

Die Alternative für Deutschland (AfD) bleibt mit 29 Prozent unverändert stärkste Kraft und liegt damit acht Punkte vor der Union. Laut WELT war der Abstand zwischen Union und AfD in INSA-Befragungen noch nie so groß. Die Union verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt, während alle anderen Parteien ihre Werte halten.

Eine Regierung, der es nicht einmal gelingt, die verbliebenen eigenen Wähler zu überzeugen, wird scheitern.
Hermann Binkert, Chef des Meinungsforschungsinstituts INSA

Kanzler Merz verliert Rückhalt

Die Unzufriedenheit mit Merz ist innerhalb weniger Wochen dramatisch gestiegen. Ende April lag der Anteil der Unzufriedenen noch bei 71 Prozent, jetzt sind es 77 Prozent – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte. Der Anteil der Zufriedenen sank im selben Zeitraum von 19 auf 15 Prozent. Hermann Binkert ordnet ein: „Das Ausmaß an Unzufriedenheit geht weit über das hinaus, was im zweiten Amtsjahr einer neuen Bundesregierung üblich ist."

Die übrigen Parteien treten auf der Stelle: Die SPD steht unverändert bei 12 Prozent, die Grünen bei 14 Prozent, die Linke bei 11 Prozent. FDP und BSW würden mit jeweils 3 Prozent den Einzug in den Bundestag klar verpassen. Die schwarz-rote Koalition aus Union und SPD kommt damit auf mickrige 33 Prozent – nicht einmal ein Drittel der Wähler.

Binkerts Warnung zielt auf die Fähigkeit der Regierung ab, die eigenen Anhänger zu mobilisieren. Die Zahlen zeigen: Selbst unter den verbliebenen Unionswählern bröckelt das Vertrauen in den Kanzler. Ohne eine Kurskorrektur droht ein weiterer Absturz, der die Handlungsfähigkeit der Koalition vollends infrage stellen könnte.

Für die Erhebung befragte INSA zwischen dem 1. und 5. Juni 2026 insgesamt 1.206 Wahlberechtigte. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei ±2,9 Prozentpunkten. Trotz dieser Unsicherheit sind die Trends eindeutig: Die AfD ist zur neuen bestimmenden Kraft geworden, während die Union um ihre politische Existenz kämpft.

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Offene Machtfrage

Die düsteren Umfragewerte setzen Friedrich Merz unter enormen Druck. Zwar steht die nächste Bundestagswahl erst 2029 an, doch bedrohlich ist der Vertrauensverlust für die gesamte Koalition schon jetzt. Sollte sich der Trend nicht umkehren, dürften Rufe nach Neuwahlen oder einem personellen Wechsel an der Spitze lauter werden.

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