11 Prozent: SPD stürzt auf historischen Tiefstwert
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PolitikSPD-Absturz

11 Prozent: SPD stürzt auf historischen Tiefstwert

Die SPD fällt im neuen Forsa-Trendbarometer auf 11 Prozent – den schlechtesten je gemessenen Wert. Gleichauf mit der Linken liegt die Kanzlerpartei am Ende des Feldes, während AfD und Union weit enteilt sind. Nur 14 Prozent sind mit Kanzler Merz zufrieden.

11 Prozent – nie war die SPD schwächer

Die SPD ist im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer auf 11 Prozent abgestürzt. Das ist der schlechteste Wert, den das Meinungsforschungsinstitut Forsa jemals für die Sozialdemokraten gemessen hat. Die Partei liegt damit gleichauf mit der Linken – beide bilden das Schlusslicht unter den fünf im Bundestag vertretenen Parteien.

Die AfD bleibt mit unverändert 27 Prozent stärkste Kraft. CDU/CSU legt um einen Punkt auf 22 Prozent zu, die Grünen verharren bei 15 Prozent. Das BSW kommt auf 3 Prozent, die FDP auf 5 Prozent, sonstige Parteien auf 6 Prozent. Befragt wurden 2.502 Menschen zwischen dem 2. und 8. Juni 2026.

Sonntagsfrage Forsa-Trendbarometer (Juni 2026)

„Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?"

Quelle: Forsa, Juni 2026

Bereits einmal, am 7. Dezember 2019, hatte die SPD die 11-Prozent-Marke erreicht. Damals war sie in der Opposition. Heute regiert sie als Juniorpartner in der Koalition mit der CDU/CSU – was den Absturz politisch noch brisanter macht. Nie zuvor notierte das Institut Forsa eine niedrigere Zustimmung für die älteste im Bundestag vertretene Partei.

Nur 14 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zufrieden; 84 Prozent äußern sich unzufrieden. 55 Prozent trauen keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Das geht aus den Daten hervor, die Forsa für RTL/ntv erhoben hat.

Noch am selben Tag, an dem die Umfrage veröffentlicht wurde, ließ der Kanzler seinem Ärger freien Lauf:

Meine Geduld mit den Sozialdemokraten ist am Ende.
Friedrich Merz, Bundeskanzler (CDU)

Die schwarz-rote Koalition steht unter massivem Druck. Die Wirtschaft lahmt: Die Industrieproduktion kam im Mai nahezu zum Erliegen, die Auftragseingänge der Fabriken fielen im April zurück. Zuletzt scheiterte Deutschland auch mit seiner Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat – eine diplomatische Niederlage, die als Warnschuss für die Regierung gewertet wird.

Umfrage
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Die Forsa-Zahlen sind keine Momentaufnahme ohne Vorgeschichte. Seit Wochen sinken die Zustimmungswerte für die SPD kontinuierlich. Der Trend zeigt eine dramatische Erosion der einstigen Volkspartei, die bei der Bundestagswahl 2021 noch 25,7 Prozent holte. Inzwischen ist sie auf dem Niveau der Linken angekommen.

Die nächsten Wochen könnten zur Zerreißprobe werden. Innerhalb der CDU wächst der Druck auf Merz, die Koalition auf Linie zu bringen oder Konsequenzen zu ziehen. Für die SPD stellt sich die Frage, wie sie aus dem Umfragetief herausfinden will – eine Antwort blieb die Parteispitze um Lars Klingbeil bislang schuldig.

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