US-Grenzbeamte verweigern Fans und Offiziellen die Einreise
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SportWM 2026

US-Grenzbeamte verweigern Fans und Offiziellen die Einreise

Strenge Einreisekontrollen unter der Trump-Regierung treffen WM-Besucher hart. Selbst akkreditierte Offizielle und Schiedsrichter werden abgewiesen – ein WM-Ticket ersetzt keine Einreisegenehmigung.

Einreise nach Belieben des Beamten

Ein gültiges WM-Ticket garantiert noch lange nicht die Einreise in die USA. Darüber entscheidet allein der Grenzbeamte vor Ort – und der kann Besucher ohne Angabe von Gründen abweisen. Diese Realität trifft nun Zehntausende Fans, die zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in die Vereinigten Staaten reisen wollen.

Bereits vor dem Anpfiff der ersten Partie häufen sich die Fälle von Einreiseverweigerungen. Der somalische Schiedsrichter Omar Artan erhielt kein US-Visum, wie der Guardian berichtet. Auch iranische Offizielle und der Chef des palästinensischen Fußballverbands, Jibril Rajoub, wurden nicht eingelassen. Rajoub wartet derzeit in Mexiko-Stadt auf eine Einreisegenehmigung.

Trump-Regierung setzt auf Abschreckung

Die Regierung unter hat die Grenzpolitik massiv verschärft. Laut WIRED verursachen pauschale Einreiseverbote und verschärfte Visaprüfungen flächendeckend Chaos für WM-Teilnehmer. Selbst akkreditierte Funktionäre mit offiziellen FIFA-Dokumenten bleiben außen vor.

Parallel dazu erwägt die Trump-Administration, die Zoll- und Grenzschutzabfertigung an internationalen Flughäfen in mehreren Großstädten mit sogenanntem Sanctuary-Status ganz auszusetzen. Betroffen wären wichtige Drehkreuze wie New York oder Los Angeles – ein Szenario, das die Einreise für zehntausende Fans praktisch unmöglich machen würde.

FIFA verliert ihren diplomatischen Schutz

Frühere Weltmeisterschaften in Russland und Katar zeigten, wie die FIFA Sonderregelungen bei Visa durchsetzen konnte. In den USA unter Trump funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr. Der Fußball-Weltverband steht machtlos da, während die politische Botschaft der Abschottung Vorrang hat.

Die FIFA hatte gehofft, im Vorfeld Visa-Erleichterungen für Ticketinhaber auszuhandeln – wie etwa 2014 in Brasilien. Doch die Trump-Regierung lehnt pauschale Ausnahmen strikt ab. Für Reisende bedeutet das: Jeder Antrag wird einzeln geprüft, und die Ablehnungsquote ist hoch.

Ticketpreise und leere Hotels

Neben den Einreisehürden schrecken auch die Kosten viele Fans ab. Ticketpreise liegen auf Rekordniveau, gleichzeitig melden Hotelportale ungewöhnlich viele freie Zimmer. Offenbar stornieren zahlreiche internationale Besucher ihre Buchungen, weil die Einreise zu unsicher geworden ist.

Das US-Heimatschutzministerium rät Reisenden dringend, sämtliche Unterlagen Wochen vor Abflug bereitzuhalten und mit Rückweisungen zu rechnen. Wer nur mit einem Ticket und Reisepass anreist, riskiert die sofortige Zurückweisung. Die Behörden verweisen auf die alleinige Entscheidungsgewalt des Grenzbeamten.

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Fans und Verbände bleiben mit der Unsicherheit zurück. Ob und wann die USA ihre Praxis lockern, ist völlig offen. Die WM 2026 in 16 Städten der USA, Kanadas und Mexikos droht damit zu einem Einreise-Fiasko zu werden – lange bevor der erste Ball rollt.

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