AfD sechs Punkte vor Union – Merz-Zufriedenheit bei 14 Prozent
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PolitikRTL/ntv Trendbarometer

AfD sechs Punkte vor Union – Merz-Zufriedenheit bei 14 Prozent

Die AfD dominiert das aktuelle RTL/ntv Trendbarometer mit 27 Prozent und überholt die Union erstmals auch bei der Kompetenzfrage. Kanzler Merz erreicht mit 14 Prozent Zustimmung einen neuen Tiefpunkt – selbst unter Unionsanhängern ist die Mehrheit unzufrieden.

Die AfD baut ihren Vorsprung im RTL/ntv Trendbarometer aus, die Kanzlerzufriedenheit erreicht einen neuen Tiefpunkt. Laut der Forsa-Erhebung vom 16. Juni 2026 kommt die Partei auf 27 Prozent – unverändert zur Vorwoche. Die Union verliert einen Punkt und liegt bei 21 Prozent. Damit beträgt der Abstand sechs Prozentpunkte.

Die SPD verzeichnet nach ihrem Rekordtief von 11 Prozent in der Vorwoche eine minimale Erholung auf nun 12 Prozent. Die Linke bleibt bei 11 Prozent, die Grünen unverändert bei 15 Prozent. Die FDP erreicht 5 Prozent, das BSW 3 Prozent. 26 Prozent der Befragten geben an, nicht wählen gehen zu wollen oder unentschlossen zu sein – deutlich mehr als bei der Bundestagswahl 2025 (17,9 Prozent).

AfD erstmals bei Kompetenzfrage vorn

Historischer Wechsel bei der Problemlösungskompetenz: Mit 14 Prozent (+1) trauen die Deutschen der AfD am ehesten zu, die politischen Herausforderungen zu meistern. Die Union fällt mit unverändert 13 Prozent auf Platz zwei zurück. Grüne (7 Prozent, −1), Linke (5 Prozent, +1) und SPD (unverändert 3 Prozent) folgen mit großem Abstand. 53 Prozent der Befragten trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Dieser Vertrauensverlust spiegelt sich in den Zufriedenheitswerten für Bundeskanzler Friedrich Merz wider: Nur 14 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, während 85 Prozent unzufrieden sind. Selbst unter den eigenen Unions-Anhängern äußern sich 55 Prozent unzufrieden – lediglich 43 Prozent sind zufrieden. Bei SPD-Anhängern liegt das Verhältnis bei 15 zu 84 Prozent, bei Grünen bei 10 zu 89 Prozent. AfD- und Linke-Wähler zeigen mit 97 bzw. 98 Prozent nahezu geschlossene Ablehnung.

Wirtschaftsängste verschärfen sich

Die wirtschaftliche Stimmung bleibt düster. Nur noch 11 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden Jahren – zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Unverändert 65 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Als wichtigstes Thema nennen 41 Prozent den Komplex „Bundesregierung/Koalition“, gefolgt von „Iran, Krieg im Nahen Osten“ (31 Prozent) und der allgemeinen Wirtschaftslage (27 Prozent).

Das Trendbarometer des Instituts Forsa im Auftrag von RTL Deutschland wurde zwischen dem 9. und 15. Juni 2026 unter 2.500 Wahlberechtigten erhoben. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei ±2,5 Prozentpunkten. Die Werte fügen sich in ein breites Bild negativer Umfragen für die schwarz-rote Koalition: In aktuellen Erhebungen von YouGov, INSA und Infratest dimap liegt die AfD ebenfalls vor der Union, die SPD kämpft mit zweistelligen Verlusten gegenüber dem Bundestagswahlergebnis.

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