Linken-Politikerin nach Flaschenwurf im Zug: 51.600 Euro Strafe
KI-Bild
PolitikStrafbefehl

Linken-Politikerin nach Flaschenwurf im Zug: 51.600 Euro Strafe

Das Amtsgericht Stuttgart hat gegen die Linken-Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut einen Strafbefehl über 120 Tagessätze erlassen. Sie soll in einem Zug zuerst eine Flasche geworfen haben – nun droht ihr eine Vorstrafe.

Eskalation im IC 2048

Am Abend des 25. Januar 2025 eskalierte ein Streit im Intercity von Heidelberg nach Stuttgart. An Bord waren zahlreiche Fans des VfB Stuttgart und die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut. Was folgte, beschäftigt nun die Justiz.

Akbulut veröffentlichte am nächsten Tag ein Instagram-Foto ihres verletzten Gesichts und bezichtigte „Rechtsextremisten“ eines rassistischen und sexistischen Angriffs. Doch Zeugenaussagen und Ermittlungen zeichnen ein anderes Bild, wie die Tagesschau berichtet.

Akbulut warf Weinflasche

Laut Polizeibericht und übereinstimmenden Zeugenaussagen beschimpfte die Politikerin zunächst andere Fahrgäste als „Nazis“ und filmte sie. Dann warf sie nach zwei Personen eine leere Weinflasche – sie verfehlte den Kopf eines Mannes nur knapp. Erst danach flog eine Bierdose in ihre Richtung und verletzte sie am Kopf.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren auch gegen Akbulut ein – wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Der Bundestag hob im Juni 2025 ihre Immunität auf.

Strafbefehl über 120 Tagessätze

Jetzt hat das Amtsgericht Stuttgart den Strafbefehl erlassen: 120 Tagessätze zu je 430 Euro, insgesamt 51.600 Euro. Der Vorwurf: versuchte gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit Beleidigung, jeweils in zwei Fällen.

Ich wurde bei der Zugfahrt angegriffen und verletzt, niemand bestreitet das.
Gökay Akbulut, Bundestagsabgeordnete der Linken

Akbulut hat Einspruch eingelegt – allerdings nur gegen die Höhe der Tagessätze, nicht gegen den Schuldspruch. Sie hält ihr Einkommen für zu hoch angesetzt. Der Strafbefehl ist damit noch nicht rechtskräftig. Ab 90 Tagessätzen gölte sie als vorbestraft.

Einen beteiligten VfB-Fan traf ebenfalls ein Strafbefehl. Wegen des ausgestreckten Mittelfingers und des Dosenwurfs akzeptierte er seine Strafe.

Politische Folgen?

Das Bundestagsmandat kann Akbulut trotz der Strafe behalten. Politische Konsequenzen sind nicht absehbar. Die Abgeordnete schweigt zu Details und bleibt bei ihrer Darstellung, sie sei Opfer eines Angriffs geworden.

Ob das Gericht ihrer Reduzierungsforderung folgt, entscheidet sich im schriftlichen Verfahren. Sollte der Strafbefehl Bestand haben, stünde der erste rechtskräftige Schuldspruch gegen eine amtierende Linken-Bundestagsabgeordnete wegen eines Gewaltdelikts im Raum.

Mehr aus

Politik