Gluthitze zum Tourfinale: Warnstufe Lila für Köln
Extremhitze mit bis zu 39 Grad droht den Besuchern der beiden Helene-Fischer-Konzerte am Freitag und Samstag im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für das Stadtgebiet die höchste Warnstufe Lila ausgerufen – die zweieinhalbstündigen Shows müssen trotzdem pünktlich beginnen und spätestens um 22.30 Uhr enden.
Späterer Einlass und kostenloses Wasser
Der Veranstalter reagiert auf die extreme Wetterlage mit mehreren Maßnahmen. Die Stadiontore öffnen erst um 17 Uhr, um die Wartezeiten in der Sonne zu verkürzen. Im gesamten Stadion werden Trinkwasserspender aufgestellt, zudem ist das Mitführen von einem Liter Wasser in Tetrapacks pro Person erlaubt. Die Zahl der Sanitätskräfte wurde aufgestockt und das Sicherheitspersonal für die Hitze sensibilisiert. Besucher werden aufgerufen, ausreichend zu trinken, Sonnencreme aufzutragen und einen hellen Kopfschutz zu tragen.
Kleine Handfächer und Ventilatoren sind gestattet, nicht aber große Spraydosen. Stehplatzbesuchern rät der Veranstalter, sich nicht frühzeitig in der prallen Sonne aufzustellen und stattdessen die schattigen Stadionumläufe zu nutzen. Die angepassten Regeln veröffentlichte das Stadionmanagement zuvor auf Facebook.
„Oh Gott, bin ich tot“ – Fischers Hitzescherze in Frankfurt
Bereits am vergangenen Wochenende hatte Helene Fischer bei zwei Auftritten im Frankfurter Deutsche Bank Park mit Temperaturen von bis zu 38 Grad zu kämpfen. Die 41-Jährige legte mitten in der Show ihre Jacke ab und trat in einem roten Pailletten-Outfit auf.
„Oh Gott, bin ich tot“ und „Es war so ein bisschen wie ein Ganzkörperkondom.“Helene Fischer, Sängerin
Gegenüber dem Publikum scherzte sie: „Egal, heute Abend schwitzen wir sowieso alle zusammen.“ Auf Instagram sprach sie später von einer „Gruppensauna“ und nahm die Lage mit Humor.
Anreise-Tipps und strenge Taschenregeln
Wegen des parallel stattfindenden Berufsverkehrs raten die Veranstalter dringend von der Anreise mit dem eigenen Auto ab. Die Eintrittskarte gilt als Fahrausweis im gesamten Netz der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS). Empfohlene Park-and-Ride-Standorte sind unter anderem Köln Weiden West und Haus Vorst/Marsdorf. Zudem sind nur Taschen bis zu einer Größe von DIN A4 erlaubt.
Bis zu 100.000 Fans werden insgesamt zu den beiden Abenden erwartet. Ob die Schutzmaßnahmen bei der angekündigten Extremhitze ausreichen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Jeder Schritt wird zur Herausforderung – auf der Bühne und vor ihr.





