Union fällt auf 20 Prozent – niedrigster Wert seit September 2021
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Deutschlandtrend

Union fällt auf 20 Prozent – niedrigster Wert seit September 2021

Die Union fällt im ARD-Deutschlandtrend auf 20 Prozent, den tiefsten Wert seit September 2021. Nur zehn Prozent sind mit Kanzler Merz zufrieden, 89 Prozent mit der schwarz-roten Regierung unzufrieden – die AfD bleibt bei 27 Prozent vorn.

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Zehn Prozent. Nur jeder zehnte Wahlberechtigte ist mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden – ein Rekordtief, wie der Bericht zum Tiefstwert für Kanzler Merz zeigt. 89 Prozent sind mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung weniger oder gar nicht zufrieden.

Grundlage ist der ARD-Deutschlandtrend vom 1. Oktober. Er zeigt die neue Sonntagsfrage mit der AfD vorn: Die Union kommt auf 20 Prozent (-1), die AfD bleibt bei 27 Prozent. Sieben Punkte trennen beide, die AfD liegt den sechsten Monat in Folge auf Rang eins.

Tiefster Unionswert seit September 2021

Für die CDU/CSU ist der Wert der niedrigste seit September 2021. Die Schwäche zeigt sich auch in den Ländern: der CDU-Absturz in NRW auf 29 Prozent fiel zuletzt mit einem Allzeithoch der AfD zusammen.

Bei den übrigen Parteien legen die Grünen auf 16 Prozent zu (+1), ihren besten Wert seit mehr als drei Jahren. Die SPD bleibt bei 13 Prozent, die Linke verliert einen Punkt auf 11 Prozent, die FDP fällt mit 4 Prozent unter die Fünf-Prozent-Hürde. Alle anderen Parteien einschließlich des BSW kommen zusammen auf 9 Prozent (+1) – die Grünen ziehen damit an der SPD vorbei.

Sonntagsfrage: AfD sieben Punkte vor der Union

Werte in Prozent der Wahlberechtigten

Quelle: Infratest dimap, ARD-Deutschlandtrend, 28.–30. September 2026

Nur Pistorius hat eine Mehrheit hinter sich

In der Bundesregierung hält nur ein Minister eine Mehrheit hinter sich: Verteidigungsminister Boris Pistorius kommt auf 50 Prozent Zufriedenheit (-1). Danach folgen Johann Wadephul (CDU) mit 34 Prozent (unverändert) und Alexander Dobrindt (CSU) mit 27 Prozent (-3).

Lars Klingbeil (SPD) verliert zwei Punkte und kommt auf 20 Prozent, Carsten Linnemann (CDU), neu im Amt, startet bei 18 Prozent, Bärbel Bas (SPD) erreicht 17 Prozent (-1). In der Opposition liegen AfD-Fraktionschef Tino Chrupalla mit 22 Prozent (unverändert) und Linken-Co-Vorsitzende Heidi Reichinnek mit 16 Prozent (-3) vor Klingbeil und Bas.

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann kommt auf 9 Prozent (-2); 65 Prozent der Befragten kennen sie nicht. Damit liegt der Kanzler mit 10 Prozent Zufriedenheit auf dem Niveau der unbekanntesten Oppositionspolitikerin – eine Kehrtwende zu Merz' sinkender Popularität in den Umfragen zeichnet sich nicht ab.

89 Prozent unzufrieden mit Schwarz-Rot

Mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung sind nur 10 Prozent zufrieden – unverändert gegenüber der Blitzbefragung vom 7. September. 89 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden, ein Punkt mehr als vor knapp vier Wochen. Der Unmut wächst also weiter, während die Zustimmung auf dem Tiefstand verharrt.

Umfrage
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1.303 Wahlberechtigte befragt

Für den Deutschlandtrend hat Infratest dimap zwischen dem 28. und 30. September 1.303 Wahlberechtigte ab 18 Jahren befragt – 777 davon telefonisch, 526 online. Die Schwankungsbreite gibt das Institut mit zwei bis drei Prozentpunkten an.

Für die Union ist das Ergebnis alarmierend: Anfang September lag sie in der vorigen Erhebung noch bei 21 Prozent, Kanzler Merz bei 13 Prozent Zufriedenheit. Ob CDU/CSU und SPD personelle oder inhaltliche Konsequenzen ziehen, ist offen. Der nächste Deutschlandtrend dürfte zeigen, ob 20 Prozent für die Union eine Momentaufnahme bleiben.