Union legt auf 18,5 % zu – AfD bleibt 11,5 Punkte vorn
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Sonntagsfrage

Union legt auf 18,5 % zu – AfD bleibt 11,5 Punkte vorn

Die Union gewinnt in der Insa-Sonntagsfrage erstmals seit elf Wochen wieder einen Punkt – doch 18,5 Prozent sind ihr Tiefstwert aus dem Oktober 2021. Die AfD liegt mit 30 Prozent klar vorn, Schwarz-Rot bleibt bei 32 Prozent.

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Die Union legt in der Insa-Sonntagsfrage für die „Bild“-Zeitung erstmals seit elf Wochen wieder zu, wie die WELT über den ersten Unions-Zuwachs seit elf Wochen berichtet. Mit 18,5 Prozent steht CDU/CSU aber weiter auf dem Niveau ihres bisherigen Tiefstwerts vom Oktober 2021. Die AfD bleibt mit 30 Prozent klar stärkste Kraft und liegt 11,5 Punkte vor der Union.

Die am 13. Oktober veröffentlichten Werte verschieben die Kräfteverhältnisse nur leicht: Die AfD gibt einen halben Punkt auf 30 Prozent ab, Grüne und Linke verlieren je 0,5 Punkte und kommen auf 14 und 10 Prozent. Die SPD fällt um einen Punkt auf 13,5 Prozent. Alle Insa-Werte vom 13. Oktober im Überblick.

Für die Erhebung hat Insa nach eigenen Angaben zwischen dem 9. und 12. Oktober 2.006 Wahlberechtigte online befragt; die maximale Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten. FDP (4,5 Prozent) und BSW (3,5 Prozent) bleiben unverändert unter der Fünfprozenthürde, die Sonstigen legen um 1,5 Punkte auf 6 Prozent zu.

Insa-Sonntagsfrage: Werte am 5. und 13. Oktober 2026

Angaben in Prozent; die Vorwerte ergeben sich aus den ausgewiesenen Veränderungen

Quelle: Insa für BILD, 13. Oktober 2026

Schwarz-rot verharrt bei 32 Prozent

In der schwarz-roten Koalition ändert sich nichts: Union und SPD kommen zusammen weiter auf 32 Prozent. Der Zuwachs der Union von einem Punkt wird durch den gleich hohen Verlust der SPD ausgeglichen. Die Regierung verliert also keine Zustimmung, gewinnt aber auch keine dazu.

SPD, Grüne und Linke kämen zusammen auf 37,5 Prozent – mehr als Union und SPD. FDP und BSW hängen dagegen bei 4,5 und 3,5 Prozent fest und würden den Bundestag verfehlen. Für Schwarz-Rot gibt es damit keine Reserve: Jeder Punktverlust eines der beiden Partner trifft die Koalition direkt.

Andere Institute sehen die AfD vorn

Die 18,5 Prozent entsprechen dem früheren Tiefstwert der Union vom Oktober 2021. Auch andere Institute sehen die AfD inzwischen vor CDU und CSU: Die Forschungsgruppe Wahlen notiert 21 Prozent für die Union und 28 für die AfD, Forsa 19 zu 26. YouGov sieht die Union nur bei 18 Prozent, Allensbach bei 23 Prozent.

Die Union steckt seit Wochen auf historisch niedrigem Niveau: Im ARD-Deutschlandtrend fiel sie auf 20 Prozent, der tiefste Wert seit September 2021. Schon Mitte September erreichte die AfD 30 Prozent in einer GMS-Erhebung, damals lag die Union bei 20 Prozent.

Die Unions-Werte in der Insa-Sonntagsfrage für BILD

  1. 28. Juli 2026
    Letzter Zuwachs vor der Durststrecke

    Die Union steigt von 20,5 auf 21 Prozent – der bis dahin letzte Anstieg in der Insa-Reihe für die „Bild“-Zeitung.

  2. 5. Oktober 2026
    Union fällt auf 17,5 Prozent

    Die AfD liegt bei 30,5 Prozent und damit 13 Punkte vor CDU und CSU.

  3. 9. bis 12. Oktober 2026
    Feldzeit der neuen Erhebung

    Insa befragt 2.006 Wahlberechtigte online; die maximale Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.

  4. 13. Oktober 2026
    Union legt erstmals seit elf Wochen zu

    CDU und CSU kommen auf 18,5 Prozent, die AfD auf 30 Prozent.

Was den einen Punkt erklärt

Die WELT führt den Zuwachs der Union auch auf die Debatte um ein Linksbündnis in Berlin zurück, die CDU und CSU in der Erhebung geholfen haben soll. Dort war die Linke in Berlin bei 22 Prozent und die SPD bei 12 Prozent – knapp vier Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl.

Bemerkenswert ist die Reihenfolge im linken Lager: Die Grünen liegen mit 14 Prozent einen halben Punkt vor der SPD mit 13,5 Prozent. Die Linke folgt mit 10 Prozent, verliert aber ebenfalls einen halben Punkt. Damit steht CDU und CSU auf der einen Seite ein linkes Lager gegenüber, das zusammen stärker ist als die Koalition.

Umfrage
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Ob aus dem einen Punkt ein Trend oder nur ein Ausrutscher nach oben wird, zeigt die nächste Sonntagsfrage in einer Woche. Für FDP und BSW wird der Abstand zur Fünfprozenthürde bis dahin nicht kleiner: Beide bleiben in dieser Erhebung bei 4,5 und 3,5 Prozent stehen.