Sudanese versucht Enthauptung – Opfer verliert Auge, Ausschreitungen in Nordirland
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PolitikMesserattacke in Belfast

Sudanese versucht Enthauptung – Opfer verliert Auge, Ausschreitungen in Nordirland

Ein 30-jähriger Sudanese hat in Belfast versucht, einem Mann den Kopf abzutrennen. Das Opfer, Stephen Ogilvie, verlor ein Auge. Die Tat entfachte anti-migrantische Ausschreitungen in ganz Nordirland – während Conor McGregor die sofortige Grenzschließung fordert.

Nächtlicher Angriff in Nord-Belfast

Es war kurz nach 22:30 Uhr am Montagabend, als in einer Wohnstraße im Norden Belfasts ein 30-jähriger Sudanese mit einem Küchenmesser auf einen 40-jährigen Mann losging. Der Angreifer stach immer wieder zu – mit dem Ziel, dem Opfer den Kopf abzutrennen. Das berichtete die New York Post unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Das Opfer, Stephen Ogilvie, erlitt schwere Schnittwunden am Rücken und im Gesicht. Sein linkes Auge konnte nicht gerettet werden – er ist auf diesem Auge vollständig erblindet. Nur das beherzte Eingreifen mehrerer Passanten, darunter ein Mann mit einem Hurling-Schläger, verhinderte Schlimmeres. Die Polizei von Nordirland (PSNI) sprach später von „heldenhaften" Anwohnern, die Ogilvie das Leben retteten.

Tatverdächtiger: Sudanese mit befristetem Aufenthaltsrecht

Der mutmaßliche Täter, Hadi Alodid, wurde noch am Tatort festgenommen. Er ist sudanesischer Staatsangehöriger und reiste nach Angaben des Innenministeriums am 10. Februar 2023 über Dublin nach Belfast ein – via Paris, wie PSNI-Chef Jon Boutcher später präzisierte. Noch am Tag seiner Ankunft beantragte er Asyl und erhielt noch im selben Jahr den Flüchtlingsstatus mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis bis 2028. In nationalen Sicherheitsdatenbanken war er nicht verzeichnet.

Am Mittwoch erschien Alodid per Videoschalte vor dem Belfaster Amtsgericht. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, Besitz einer Waffe und Bedrohung eines Radiologen – während seiner Behandlung im Krankenhaus soll er gedroht haben, diesen zu töten. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an. Die PSNI betonte, es gebe derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Anti-migrantische Ausschreitungen in mehreren Städten

Innerhalb weniger Stunden kippte die Stimmung. In Belfast und weiteren nordirischen Städten gingen maskierte Gruppen auf die Straße, setzten Fahrzeuge und Gebäude in Brand. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Menge zurückzudrängen. USA Today berichtete von anhaltenden Krawallen bis in die Nacht hinein.

Premierminister Keir Starmer verurteilte die Gewalt im Parlament scharf. Die Tat werfe ernste Fragen auf, aber „Menschen aus ihren Häusern zu treiben, ist nicht die richtige Antwort". Auch Sinn-Féin-Abgeordneter John Finucane warnte davor, die Tat für „eigene politische Agenden" zu instrumentalisieren. Die Familie des Opfers rief eindringlich zur Ruhe auf: „Keine Gewalt im Namen von Stephen."

McGregor: „Schließt die Grenzen"

Noch während die Ermittlungen liefen, schaltete sich UFC-Star Conor McGregor mit scharfen Worten ein. Auf X schrieb er: „Schließt die Grenzen. Entfernt alle illegalen Einwanderer von dieser Insel!" Später legte er nach und forderte ein „sofortiges Einwanderungsverbot aus der Dritten Welt" sowie den Einsatz des Militärs zur Räumung von Asylunterkünften.

Nach den Ausschreitungen ruderte McGregor teilweise zurück: „Ich billige die gestrigen Krawalle und Angriffe auf unsere Einsatzkräfte nicht." Doch seine ursprünglichen Posts hatten sich bereits viral verbreitet – über 3.200 Reaktionen und 178 Kommentare auf Facebook, tausendfach geteilt. Kritiker werfen ihm vor, mit der rohen Anschlussfähigkeit seiner Worte die Gewalt indirekt befeuert zu haben.

Die Ermittlungen zum genauen Tatmotiv dauern an. Die PSNI warnte eindringlich vor Falschinformationen und rief dazu auf, ein brutales Tatvideo nicht weiterzuverbreiten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Fall die ohnehin fragile politische Balance in Nordirland weiter destabilisiert – und wie die britische Regierung auf die neu entflammte Asyldebatte reagiert.

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