Es ist traurige Gewissheit: Timmy wurde tot in Dänemark angespült.
01.05.2026, 07:41
Kurz vor Skagen änderte die „Fortuna B“ deutlich ihren Kurs. Der Bug zeigte nicht mehr direkt in Richtung Nordsee, sondern zunächst eher in Richtung der schwedischen Küste.
Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob es sich um ein Ausweichmanöver, eine Routenanpassung oder eine größere Planänderung handelte.
01.05.2026, 07:00
Am frühen Morgen wurde der Schleppverband im Bereich der Nordspitze Dänemarks sichtbar. Die „Fortuna B“ steuerte mit der Barge auf die Gegend um Skagen zu.
Bis zum Übergang in Richtung Nordsee fehlten nur noch wenige Seemeilen.
01.05.2026, 06:53
Der Wal-Transport hatte nach der mehrtägigen Fahrt entlang Dänemarks den Eingang zur Nordsee nahezu erreicht. Nahe Skagen treffen Kattegat und Skagerrak aufeinander.
Weiterhin offen blieb, an welchem Ort Timmy letztlich ausgesetzt werden sollte.
01.05.2026, 04:59
Der Schleppverband befand sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen, also rund 20 Kilometer, vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt.
Damit war Timmy dem Bereich sehr nahe, an dem die Route aus dem Kattegat in Richtung Skagerrak und Nordsee führen sollte.
01.05.2026, 04:37
Am frühen Morgen wurde bekannt, dass Dänemark bei einer möglichen erneuten Strandung grundsätzlich keine aktive Rettung gestrandeter Meeressäuger vorsieht.
Für die weitere Mission erhöhte das den Druck, Timmy nicht in einem ungeeigneten Küstenbereich freizulassen.
30.04.2026, 23:39
Spät am Abend wurde aus dem Umfeld der privaten Rettungsinitiative ein aktiverer Eindruck von Timmy beschrieben. Der Wal soll in der Barge kräftigere Laute von sich gegeben und sich beweglicher gezeigt haben.
Der Schleppverband befand sich zu diesem Zeitpunkt weiter auf dem Weg entlang Nordjütlands.
30.04.2026, 21:36
Nördlich von Aalborg frischte der Wind am Abend spürbar auf. Über dem Wasser wurden teils kräftige Böen gemeldet, während der Schleppverband mit Timmy weiter Richtung Nordjütland unterwegs war.
Die Geschwindigkeit lag zu diesem Zeitpunkt nur noch bei etwa 4,3 Knoten, also knapp acht Kilometern pro Stunde. Damit kam der Transport langsamer voran als in früheren Phasen des Tages.
30.04.2026, 20:58
Der Schleppverband mit Timmy bewegte sich am Abend weiter entlang der jütländischen Küste. Auf Höhe Aalborg wurde die Fahrt wieder gedrosselt; die Geschwindigkeit lag bei rund acht Kilometern pro Stunde.
Damit blieb der Konvoi auf Nordkurs Richtung Skagen. Das Erreichen der Nordspitze Dänemarks wurde für die folgenden Stunden erwartet, bevor die Route weiter in Richtung Nordsee führen sollte.
30.04.2026, 19:44
Am Abend wurde berichtet, dass an Timmy ein Peilsender angebracht worden sein soll. Der Sender soll auch unter Wasser funktionieren und nach einer möglichen Freilassung helfen, den weiteren Weg des Buckelwals nachzuverfolgen.
Zugleich wurde aus dem Umfeld der Rettungsinitiative erneut ein positiver Eindruck von Timmys Zustand beschrieben. Der Wal soll weiter Laute von sich geben und insgesamt lebhafter wirken.
30.04.2026, 19:27
Am frühen Abend wurde ein aktuelles Bild aus dem Inneren der Barge bekannt. Darauf ist zu sehen, dass Timmy während des Transports weiter mit Wasser benetzt wird.
Die Maßnahme soll verhindern, dass die Haut des geschwächten Buckelwals auf der mehrtägigen Fahrt austrocknet. Zuvor waren bereits Sonnensegel als zusätzlicher Schutz angebracht worden.
30.04.2026, 19:22
Der Schleppverband mit Timmy erreichte am Abend die Aalborg Bucht im Kattegat. Damit kam der Transport weiter entlang der dänischen Ostküste voran.
Die „Fortuna B“ zog den Lastkahn weiter, während die „Robin Hood“ den Verband begleitete. Die Geschwindigkeit wurde mit etwa vier bis fünf Knoten beschrieben, also ungefähr sieben bis zehn Kilometern pro Stunde.
Als nächster großer Abschnitt rückte das Skagerrak in den Fokus. Wann und wo Timmy tatsächlich freigelassen werden soll, blieb weiter offen.
30.04.2026, 18:49
Der Schleppverband kam am frühen Abend weiter zügig voran. Bis zum nördlichsten Punkt Dänemarks wurden nur noch rund 52 Seemeilen gemeldet.
Das entspricht etwa 96 Kilometern. Bei gleichbleibender Fahrt rückte die geplante Passage Richtung Skagerrak damit deutlich näher.
30.04.2026, 17:18
Am Nachmittag rückte ein abgesagter Termin zum Schutz von Walen in der Ostsee in die öffentliche Debatte. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sollte Mitte April eigentlich mit Verbänden und Fischereivertretern über das Thema sprechen.
Stattdessen gab es an diesem Tag einen Presseauftritt zu Timmy. Das Ministerium verwies darauf, dass eine Abteilungsleiterin den Termin zum Ostsee-Walschutz in Vertretung wahrgenommen habe.
30.04.2026, 16:05
Am Nachmittag verschärfte sich die Kritik an der Informationslage während des Transports. Medienvertreter und Behörden begleiten den Wal nicht direkt auf der Barge.
Fachleute bemängelten, dass der tatsächliche Zustand des Tieres dadurch von außen kaum überprüfbar sei. Besonders gefordert wurden aktuelle Untersuchungsdaten und transparente Informationen zum späteren Sender.
30.04.2026, 15:38
Am Nachmittag wurde der Fortschritt des Transports erneut bestätigt. Der von der „Fortuna B“ gezogene Lastkahn befand sich weiter im Kattegat zwischen Dänemark und der schwedischen Westküste.
Aus dem Umfeld der Rettungsinitiative wurde Timmy als sehr lebendig beschrieben. Der Wal soll während der Fahrt weiterhin viele Laute von sich gegeben haben.