Ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv sendet über Jordanien den Entführungscode 7500, Israels Luftwaffe lässt Kampfjets aufsteigen. Nach israelischen Angaben soll ein Pilot seinen Kollegen mit einem Messer attackiert haben; die Maschine landet in Tabuk in Saudi-Arabien.
Ein 20-jähriger schwuler Student mit osteuropäischem Migrationshintergrund sagt, er habe die AfD gewählt – wegen misslungener Integration, homophober Angriffe und des islamistischen Anschlags beim Berliner CSD. Die WELT veröffentlichte seinen Bericht nach einem Leseraufruf; unabhängig geprüft ist er nicht.
Die großen Mineralölkonzerne verweigern einen freiwilligen Preisdeckel an deutschen Zapfsäulen – das Modell aus Italien und Frankreich sei hier „unrealistisch“. Einen Tag vor dem Start des staatlichen Tankrabatts wächst damit die Sorge, dass die 17 Cent nicht vollständig ankommen.
Für den 6. Oktober gilt Tobias Rauschs Wahl zum Landtagspräsidenten mit Unterstützung des BSW als rechnerisch sicher.
Mercedes-Benz hat die Konzernbetriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten gekündigt und will Büroangestellte wieder an vier Tagen pro Woche im Betrieb sehen. Die Betriebsratsgremien müssen noch zustimmen – parallel streitet der Konzern mit der IG Metall über 38 Stunden ohne Lohnausgleich.
Mehr als 100 israelische Siedler haben im Westjordanland die vom Obersten Gericht angeordnete Rückkehr der Familie al-Tubasi verhindert und ihr Haus niedergebrannt. Israels Führung verurteilt den Angriff – die Opposition wirft der Regierung vor, Extremisten zu ermutigen.
Der Koordinierungsrat will an diesem Mittwoch den Preis für 2027 festlegen – im Gespräch sind 66,90 Euro statt bisher 63. Pro Bahn, BUND und VCD protestieren schon jetzt gegen die Erhöhung.
Aktivisten von Robin Wood seilen sich an der CDU-Bundeszentrale in Berlin-Mitte ab. Ihr Banner verdeckt ausgerechnet das Porträt von Spitzenkandidat Stefan Evers – zehn Menschen werden vorübergehend festgenommen.
Acht Tage nach der Landtagswahl lässt Mecklenburg-Vorpommerns Grünen-Chefin Katharina Horn ihr Amt ruhen. Als Grund nennt sie die Hochsaison in ihrer Greifswalder Werft – ausgerechnet zum Start der Sondierungen für ein Bündnis, das ohne ihre Partei keine Mehrheit hat.
Ein Elfjähriger stirbt auf einer Klassenfahrt in Aerzen, sein Adrenalin-Notfall-Pen bleibt unbenutzt. Knapp dreieinhalb Monate später ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover gegen zwei Lehrkräfte – der Vorwurf: fahrlässige Tötung durch Unterlassen.
Am Landgericht Neubrandenburg hat ein 25-jähriger russischer Staatsbürger gestanden, ein Wettbüro überfallen zu haben. Als Motiv nennt er die Angst vor der Abschiebung und davor, im Ukrainekrieg eingesetzt zu werden. Ein Urteil steht noch aus.
An ihrem 45. Geburtstag wird Collien Fernandes in den Medien gewürdigt – zugleich berichtet sie von Drohungen und Suizidaufforderungen. Ihr Ex-Mann Christian Ulmen soll über Jahre Fake-Profile unter ihrem Namen betrieben haben; er widerspricht. Am 1. Oktober will sie im NRW-Landtag über digitale Gewalt sprechen.
Vier Tage Erbrechen, zwei Stunden Notaufnahme, dann der Tod: Eine 42-jährige Staatsanwältin aus Hamburg stirbt in der Nacht zum 13. September im Klinikum von Silivri. Ein Arzt hält den Tod für verdächtig, die Behörden ermitteln – eine Todesursache ist bis heute nicht bekannt.
Die parteilose Leipziger Abgeordnete Doreen Voigt verlässt die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag und nennt die fehlende Abgrenzung zur AfD als Grund. Fraktionschef Ronny Kupke weist das zurück – und fordert ihr Mandat zurück.
Als erster amtierender NRW-Ministerpräsident reist Hendrik Wüst in die Türkei – und wird in Ankara überraschend 50 Minuten lang von Präsident Erdoğan empfangen. In Berlin wird der Trip als Bewerbung um die Nachfolge von Kanzler Merz gelesen; Wüst beteuert, in NRW bleiben zu wollen.